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		<title>teensmag.net: Aktuelle Themen</title>
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			<!--description>Sie sind gut, laut und hart. Underoath sind Christen, aber außerhalb des kleinen christlichen...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/a4a63ae4bb.jpg" /> Sie sind gut, laut und hart. Underoath sind Christen, aber außerhalb des kleinen christlichen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/a4a63ae4bb.jpg" /> Sie sind gut, laut und hart. Underoath sind Christen, aber außerhalb des kleinen christlichen... <p class="bodytext"><b>Manche Leute behaupten: So harte Musik, wie ihr sie macht, kann doch nicht christlich sein. Was sagt ihr dazu? <br /></b><br /><b>Christopher</b>: Ich glaube, es wäre komisch, wenn christliche Musik nur aus einem einzigen Musikstil bestehen würde. Das wäre einfach langweilig. Ich liebe harte Musik und ich glaube nicht, dass Musikstile an sich gut oder böse sein können. Was wäre, wenn christliche Musik nur ein bestimmter Musikstil wäre und ich diesen aber nicht mögen würde? Ich glaube, jeder erlebt Anbetung auf unterschiedliche Art und Weise und mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Wir erleben immer wieder, wie unsere Musik Teenagern weiterhilft und sie Gott darin begegnen. <br /><br /><br /><b>Könnt ihr Christen verstehen, die eurer Musik gegenüber skeptisch sind? </b><br /><br />Ja, aber ich kann diese Meinung irgendwie nicht teilen. Die Bibel spricht an vielen Stellen davon, dass wir zum Herrn rufen sollen. Nicht leise beten, sondern rufen, schreien! Es gibt viele Leute, die uns unseren Glauben absprechen wollen, weil wir harte Musik machen. Aber ich glaube, man kann das Lob Gottes auf viele verschiedene Arten zum Ausdruck bringen. Hauptsache, man nimmt es ernst. Ich denke nicht, dass es einen »unchristlichen« Musikstil gibt. <br /><br /><br /><b>Gibt es eine spezielle Botschaft, die ihr mit euren Texten den Zuhörern weitergeben wollt? <br /></b><br /><b>Spencer</b>: Wir möchten Lieder schreiben, die Menschen berühren. Wenn ich im Teenageralter Musik gehört habe, dann hatte ich oft das Gefühl, dass ein Lied nur für mich geschrieben war. Es hat einfach so gut in meine Situation gepasst. So hatte ich schon als Teenager den Traum, selber eines Tages Lieder zu schreiben, in denen sich die Menschen wieder nden. Lieder, die Teenager aus ihrer Einsamkeit heraus holen. Wo sie beim Hören merken, dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine sind und es anderen Menschen auch so geht. Unser Wunsch ist es, Leuten Hoffnung zu geben, ganz egal was für einen Glaubenshintergrund sie haben oder wo sie stehen. Und wir merken, es gelingt. Es gibt sogar Leute, die haben unsere Songtexte auf ihren Körper tätowiert, weil sie so davon bewegt waren. <br /><br /><br /><b>Aaron Gillespie ist als letztes verbleibendes Gründungsmitglied 2010 bei Underoath ausgestiegen und hat nun mit »The Almost« neue Wege beschritten. Was genau war der Grund? <br /></b><br />Eigentlich war es ganz einfach: Wir hatten uns musikalisch auseinander entwickelt und irgendwann kam Aaron zu uns und sagte, dass er aussteigen möchte. Dann riefen wir Daniel an und – schwupp – hatten wir einen neuen Schlagzeuger! <br /><br /><br /><b>Wie sehen eure Zukunftspläne aus? <br /></b><br /><b>Christopher</b>: Schwer zu sagen. Wir haben eine sechswöchige Europa-Tournee und eine neue Tour in den USA hinter uns. In all diesem Stress ist es schwer, über die Zukunft nachzudenken. Aber wir wollen uns bald mal hinsetzen und über eine neue Platte nachdenken. Werdet ihr demnächst mal wieder in Deutschland oder der Schweiz zu sehen sein? Daniel: Für die kommende Tour ist das noch nicht geplant, aber irgendwann 2012 wollen wir de nitiv wieder nach Europa kommen und mit den Leuten dort abrocken. Vielen Dank fürs Gespräch. <br /><br /><br /><i>Interview_<b>Daniel Harter</b> hört schon seit vielen Jahren harte Musik und bis jetzt hat es ihm noch nicht geschadet.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Underoath &#187;Unsere Lieder sollen Hoffnung geben&#171;</title>
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			<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 13:03:00 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Wo das Haustier an Weihnachten noch süß, niedlich und mega erwünscht war, ist es nun vielleicht...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4910fbe60.jpg" /> Wo das Haustier an Weihnachten noch süß, niedlich und mega erwünscht war, ist es nun vielleicht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4910fbe60.jpg" /> Wo das Haustier an Weihnachten noch süß, niedlich und mega erwünscht war, ist es nun vielleicht... <p class="bodytext">Tiertransporte, Tierversuche, Tierquälerei. Es gibt viele Formen, Tiere zu missbrauchen. Das kann schon zuhause anfangen, wenn Wuf nichts mehr zu Fressen bekommt, damit er wieder hört oder Hoppel nicht mehr aus seinem kleinen Stall darf, weil er nervt oder Maunzi am Schwanz gezogen wird, weil sie gekratzt hat. Weiter geht es mit unseren gedankenlosen Einkäufen. Denn wann fragen wir schon: Wurden meine Kosmetik oder meine P egeprodukte an Tieren getestet? Stammt mein Schnitzel von einer Kuh aus Massentierhaltung, die auf langen Tiertransporten lange leiden musste? Und woher kommt eigentlich das Leder meiner neuen stylischen Jacke? Leider hängen wir auch mit drin, wenn uns Über schung, Walfang, die Zerstörung der Lebensräume vieler Tiere, die Dressur von Zirkustieren oder die Vergasung von Straßenhunden einfach egal sind. <b><br /><br />Warum überhaupt Tierschutz?<br /><br /></b> Man könnte auf die Frage, warum man sich für den Tierschutz einsetzen sollte, platt antworten, dass Tiere ja auch Lebewesen mit Gefühlen seien und man sie deshalb angemessen behandeln müsse. Doch es gibt auch ganz sachliche Argumente: <br /><br />Sich für eine artgerechte Haltung und Behandlung von Tieren einzusetzen ist einfach schlau. Denn gesunde Tiere sind produktiver. Merken wir ja auch bei uns. Mit einem Schnupfen arbeitet oder lernt es sich eben nicht so gut. Damit Tiere in der Massenproduktion aber eben nicht krank werden, werden sie mit Medikamenten vollgepumpt. Und was das für Auswirkungen auf den Menschen hat, kann man gar nicht so genau abschätzen. Gesunde Tiere sind also auch für den Menschen gesünder. Logisch. <br /><br />Es ist richtig, den Tieren ihren eigenen Wert beizumessen. Ist ein Tier ein landwirtschaftliches Nutztier, muss es seinem Besitzer eben auch Nutzen bringen. Der darf dabei nicht übertrieben krass sein und das Tier muss, wie eben genannt, dafür gut versorgt, also gesund sein. Ein Haustier hat dabei einen anderen Nutzen. Es ist nicht nur zur persönlichen Erheiterung da. Es ist ein Begleiter im Leben, der Schutz, Hilfe und Versorgung von seinem Herrchen und Frauchen braucht. <br /><br />Zuletzt ist dann tatsächlich dem Tier Mitgefühl geschuldet. Der Mensch steht in krasser Weise über den Tieren, ist daher für sie mitverantwortlich, aber eben auch auf sie angewiesen. Ein bisschen Einfühlungsvermögen ist also durchaus angebracht und bringt uns auch gleich zu dem nächsten Punkt. <br /><br /><b>Schöpfung bewahren</b> <br /><br />Wir Menschen sind nicht nur in ethisch-moralischer Weise den Tieren verp ichtet, sondern auch und vor allem aus christlicher Perspektive. Tiere sind Geschöpfe Gottes. Gott hat den Menschen die Tiere an die Seite gestellt, auf dass der Mensch von den Fähigkeiten, von dem Nutzen eines Tieres pro tieren kann. Und er hat ja auch dem Menschen gesagt, er solle sich die Welt untertan machen (1. Mose 1,28). Zugleich sagt er aber, dass wir Menschen die Schöpfung bewahren sollen. Das bedeutet, dass wir dafür zu sorgen haben, dass es sowohl den Menschen als auch den Tieren und P anzen gut geht, dass sie sich bestmöglich entwickeln können. Wir haben also zum Tierschutz einen göttlichen Auftrag bekommen. Damit ist nicht gemeint, dass wir alle Vegetarier werden müssen, um gegen die Massentierhaltung, die langen Tiertransporte und die schlechten Schlachtbedingungen zu protestieren. Es geht eher um unsere Einstellung gegenüber Tieren: Tiere haben ihren Wert ebenso von Gott bekommen wie wir Menschen. Sie sind genauso wertgeschätzt und genauso geliebt. Gott hat sich bei ihrer Schöpfung was gedacht. Sie sollen dem Menschen helfen, ihn im Leben unterstützen, die Welt bereichern durch ihr Dasein und ihre spezifischen Eigenschaften. <br /><br /><b>Konkret schützen</b> <br /><br />Wenn es also nicht nur darum geht, weniger oder kein Fleisch zu essen, worum geht es dann beim Tierschutz? Es fängt beim Meerschweinchen zuhause an. Zuerst gut überlegen, ob man wirklich die Zeit und das Geld hat, um sich um ein Tier zu kümmern, dann kommen artgerechte Haltung, Verantwortung lernen, Sozialverhalten üben. Es geht weiter mit bewusster Veränderung der Lebensweise: weniger Fleisch essen, dafür mehr Bio? Das Tierheim um die Ecke unterstützen, indem man mit den Hunden Gassi geht oder Futterspenden sammelt? Schminke und P egeprodukte kaufen, die ohne Tierversuche hergestellt wurden? Sich bei Organisationen engagieren, Petitionen unterschreiben? Egal was man macht, egal ob viel oder nur eine Sache. Es lohnt sich – immer. <br /><br /><b>Tiere als Vorbilder</b> <br /><br />Ist euch schon mal aufgefallen, dass Tiere sich auch prima als Vorbilder eignen? Tiere haben ein echt tolles Sozialverhalten: in einem Rudel gibt einer auf den anderen acht, Tiere essen nur das, was sie wirklich brauchen, Tiere sind  eißig, Tiere können mitfühlen, haben einen starken Willen, haben ihre eigene Aufgabe, der sie nachgehen. Das alles lässt sich natürlich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, aber auch schon in der Bibel werden Tiere als gute Vorbilder genannt. So steht zum Beispiel in den Sprüchen 6,6, dass sich der Mensch den Fleiß der Ameise als Vorbild nehmen soll. Oder die Vögel: Sie säen nicht und sie ernten nicht, denn Gott sorgt für sie, sagt Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 6,26). Tiere kommen häu g in der Bibel vor, als Opfertiere, als Nutztiere, als Begleiter der Menschen, als Nahrungsmittel oder eben als Vorbilder. Und Jesus selbst hat sich mit einem Hirten verglichen, der gut für seine Schafe sorgt. Wer schlau ist, lernt sogar von Tieren und jedem Vorbild, das gut mit ihnen umgeht … <br /><br /><i>Text_<b>Hella Thorn</b> hatte mal Vögel, Meerschweine, einen Hasen und einen Hund. Nun will sie wieder einen Hund. Am liebsten einen Langhaardackel.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Tierisch uncool Warum wir aufh&#246;ren m&#252;ssen, Tiere schlecht zu behandeln</title>
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			<category>teensmag</category>
			<category>tiefgang</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 13:06:10 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Ich habe eine Schreibblockade. Gehirnstillstand – als wären meine Denkbahnen mit Spätzleteig...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/de5056aac3.jpg" /> Ich habe eine Schreibblockade. Gehirnstillstand – als wären meine Denkbahnen mit Spätzleteig...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/de5056aac3.jpg" /> Ich habe eine Schreibblockade. Gehirnstillstand – als wären meine Denkbahnen mit Spätzleteig... <p class="bodytext"><b>Nicht ganz</b><b><br /><br /></b> Wenn ich die Bibel lese, bin ich manchmal völlig hingerissen von Gott. Ich lese, wie er seine Menschen rettet, umsorgt und tröstet. Ich lese, wie er die Israeliten von den fiesen Ägyptern befreit und sie in ihr heimatliches Honigmilchland gebracht hat. Und wie er in einem cleveren Überraschungsmanöver Jesus in die Welt geschleust und Erlösung für alle Menschen geschafft hat. Der Stein ist weg und Jesus lebt – das gefällt mir. Und genauso ist Gott: Er ist die Liebe, er ist gut, er ist der Retter, der König und der, der Zerbrochenes heil macht. Gott ist perfekt. Aber Moment – was war denn mit den Israeliten, bevor sie Honig und Milch hatten? Und wie haben sich Jesus Freunde wohl gefühlt, als der kalt im Grab lag?<br /><br /><b>Mies</b><br /><br />Die Antwort lautet: mies. Den Israeliten ging es vierzig Jahre lang in der Wüste richtig mies, bevor sie an ihr Ziel kamen. Und selbst in dem Land, in das Gott sie dann geführt hat, gab‘s nicht nur Friede und Freude. Auch die Jünger sind nach Jesus Tod fast verrückt geworden vor Kummer und Enttäuschung. Sie wussten nichts von Auferstehung. Sie kannten das Ende der Geschichte nicht. Genauso wie die Leute damals müssen auch die Menschen heute aushalten, dass noch nicht alles toll ist, sondern manchmal einfach mies. Und gegen manche Sachen, die uns schon passiert sind oder in Zukunft noch passieren werden, ist meine Mini- Schreibblockade ein Kindergeburtstag.<br /><br /><b>Fest versprochen<br /></b><br />Heißt das, dass Jesus seinen Jüngern eine fette Lüge erzählt hat, als er sagte: »Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss« (Johannes 10,10)? Sicher nicht. Jesus ist Gott und damit der einzige, der dieses ganz schön gewagte Versprechen auch halten kann – und wird. Leben im Überfluss, das ist das perfekte, übersprudelnde Leben. Keine Krankheiten, kein Streit, keine Enttäuschung, kein Tod, kein Verlust, keine Einsamkeit, keine Schmerzen, keine Hoffnungslosigkeit. Das hat Jesus denen versprochen, die an ihn glauben. Und ein Stück davon sehen wir schon hier auf der Erde: Wer Jesus kennt, der ist nie einsam, weil er in ihm lebt. Und wer sich nur auf Gott verlässt, der wird nicht enttäuscht. Aber dieses von vorne bis hinten perfekte Leben kommt erst nach dem Tod. Das Leben hier ist sozusagen nur die Vorband (und vielleicht spielt die eben schräg und falsch), aber danach kommt das richtige Konzert und das wird so gut, dass es die menschliche Vorstellungskraft sprengt. Das hat Gott fest versprochen.<br /><br /><b>Siehe oben</b><br /><br />Ein Baby ist schon ein lebendiger Mensch, wenn es noch im Bauch seiner Mama ist – nur eben versteckt. Und ein Liebespaar gehört auch schon dann fest zusammen, wenn es noch verlobt ist. Nur noch nicht offiziell. Nach der Geburt des Kindes und nach der Hochzeit des Paares wird für alle sichtbar: Etwas Neues hat angefangen. Genauso ist es auch mit dem Leben im Überfluss. Es ist schon jetzt da, weil Gott es uns schon jetzt schenkt. Aber es ist auch noch nicht da, weil wir noch nicht endgültig bei Gott sind. <br /><br />Wenn ich mich daran erinnere, dann kann ich Zukunfts angst, Sorgen und schlimmen Erlebnissen anders begegnen. Dann bringen diese Dinge mich nicht mehr weg von Gott, sondern hin zu ihm. Dann sind sie Hürden, die Gott mit mir gemeinsam auf dem Weg in das perfekte Leben überwinden will. Oder Steine, aus denen er mit mir gemeinsam ein Leben baut, das ihm – trotz aller Unvollkommenheit – Ehre macht. Ich will nur auf ihn gucken und aus diesem Blickwinkel alles andere betrachten. Und ich will immer wieder völlig hingerissen sein von Gott, weil ich das Ende der Geschichte kenne.<br /><br /><i>Text_<b>Kristina Braun</b> mag Spätzle. Nur nicht im Gehirn.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Wo bleibt das Gl&#252;ck? Das hatte Gott doch versprochen ...</title>
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			<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 13:06:10 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Mal ehrlich: Was soll man über diese Frau noch schreiben, was nicht längst geschrieben wurde? Miss...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/b31674e750.jpg" /> Mal ehrlich: Was soll man über diese Frau noch schreiben, was nicht längst geschrieben wurde? Miss...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/b31674e750.jpg" /> Mal ehrlich: Was soll man über diese Frau noch schreiben, was nicht längst geschrieben wurde? Miss... <p class="bodytext">Monstermäßig präsent, die Sängerin. Und dabei durch soziale Netzwerke so nah dran an ihren Fans, die sie liebevoll »kleine Monster« nennt, wie sonst kein anderer Star. Allein bei Twitter folgen über 9,5 Millionen Leute den Kurznachrichten der berühmt- berüchtigten Künstlerin. Damit ist sie bei der Kommunikationsplattform die Nr. 1 der meist gelesenen Tweets ... <b><br /><br />Das Gesamtkunstwerk</b> <br /><br />Stefani Gabriella Germanotta heißt die schrille Gaga in Wirklichkeit. Sie ist 25 Jahre alt und waschechte New Yorkerin. Wie der Nachname andeutet, fließt auch ein bisschen italienisches Blut in ihren Adern – väterlicherseits. Schon als Teenager lebte Stefani ihre exzentrischen Seiten aus, die sie heute perfektioniert auf der Bühne in Szene setzt. Damit hat sie sich nicht nur Freunde gemacht: Während der High School-Zeit habe sie sich als Freak gefühlt und sei oft ausgelacht worden, vertraute die Künstlerin dem Magazin InTouch an. Im Interview mit der Zeitschrift verteidigte sie ihr sonderbares Auftreten: All ihre Verrücktheiten mache sie für ihre Fans. Die »kleinen Monster« verstünden, was es heißt, Außenseiter zu sein. <br /><br /><b>Provokant und talentiert</b> <br /><br />Abgedreht geht’s bei Lady Gaga eigentlich immer zu. Kein Auftritt ohne freizügige und extravagante Designer-Outfits, meist inklusive knallbunten Perücken und crazy Make-up. Kein Musikvideo ohne laszives Räkeln und Tanzen vor der Kamera. Unvergessen auch ihr Kleid aus rohem Fleisch, das sie 2010 bei den MTV Music Awards trug. Dieses Jahr tauchte sie bei der gleichen Veranstaltung als schmieriger Macho namens Joe Calderone auf. <br /><br />Provozieren hat die Lady also drauf. Singen kann sie allerdings auch. Muss man ihr neidlos zugestehen. Die Stimme hat Potential und wurde von Miss Germanotta schon früh trainiert. Angeblich begann sie bereits mit vier Jahren Klavier zu spielen und schrieb mit 13 ihre ersten eigenen Songs. <b><br /><br />Hin-und hergerissen</b> <br /><br />Auch heute schreibt sie die Texte zu ihren Liedern selbst. Schaut man sich die genauer an, drängen sich einige Fragen auf. Zum Beispiel bei »Judas«, einer ihrer letzten, sehr erfolgreichen Single-Auskopplungen. In der rockig-röhrenden Nummer von ihrem dritten Album »Born This Way« besingt Lady Gaga ihre Liebe zu einem Typen namens Judas. Durch den Text steigt man nur schwer durch. Einerseits heißt es da: »Ich bin in Judas verliebt. (…) Wenn er mich ruft, bin ich bereit. Ich werd ihm die Füße mit meinen Haaren waschen, wenn er das will.« Andererseits schreibt sie: »Ich werd ihn zur Strecke bringen, er ist ein König ohne Krone. » Und: »Ich möchte dich lieben, aber irgendetwas zieht mich von dir weg. Jesus ist meine Tugend, aber Judas ist der Dämon, an dem ich hänge.« <br /><br /><b>Schräge Video-Message <br /><br /></b>Im Video dazu geht es so richtig ab. Da braust die Sängerin zu Beginn in knappen Klamotten mit einer Motorradgang über den Highway. Auf den Bikerjacken tragen die Fahrer Namen wie John (Johannes) und Thomas, also Namen der Jünger Jesu, über aufgestickten Totenkopfsymbolen. Gaga selbst klammert sich an einen Mann mit goldglitzernder Dornenkrone, dessen Lederkombi den Namen Jesus ziert. Aber das ist nur der harmlose Beginn. Was danach kommt, lässt sich am besten als Tanz-Sauf-und-Schläger-Orgie zu finsteren Beats beschreiben, unterbrochen von einem süßlich, poppigem Refrain. Gaga, die sowas wie eine biblische Maria Magdalena in Nylonstrümpfen darstellt, kann sich im Video nicht entscheiden zwischen dem draufgängerischen Judas und dem wie ein treudoofer Dackel schauenden Jesus. Am Ende wird Gaga alias Maria Magdalena von einer wütenden Meute gesteinigt. Viele Fragezeichen. Was genau will die selbst ernannte Monster-Mama mit solch verstörenden Songs über biblische Persönlichkeiten ihren Fans bloß mitteilen? Dass Jesus ein harmloser, etwas langweiliger Loser war im Gegensatz zu so einem aufregend-gefährlich daherkommenden Verräter wie Judas? Dass böse Dämonen eigentlich doch ganz nett und liebenswert sind? <b><br /><br />»Ich versuche, mich brav an Jesus zu halten.« <br /><br /></b>Die Künstlerin hat in einem Interview mit E!Online einiges über »Judas« verlauten lassen. So erzählt sie, dass es in dem Lied eigentlich um Ex-Freunde gehe, die zwar schlecht zu ihr gewesen seien, zu denen sie aber immer wieder zurückkehre. Um die Botschaft ihrer Lieder richtig rüberzubringen, denke sie immer wieder darüber nach, wie sie dem ganzen mehr Tiefe und Symbolik verleihen könne. »Judas« sei eine Metapher (yes, wie im Deutschunterricht!), also ein Bild für Betrug, Vergebung und Dunkelheit. Alle drei sollte man im Leben als Herausforderung sehen und nicht als Fehler, so Gaga. In einem anderen Interview, erschienen im Schweizer Magazin »Friday«, bestätigt sie allerdings auch den biblischen Bezug des Songs. Und gibt einen minikleinen Einblick, wie Glaube bei Lady Gaga aussieht: »Ich versuche mich brav an Jesus zu halten, aber hinter mir steht immer Judas, der Verräter.« Darauf angesprochen, ob sie sich nach dem Bösen sehne, antwortet die Sängerin: »Mir ist klar, dass das Böse zu mir gehört. Ich bin damit geboren worden. Und Judas symbolisiert eben all meine falschen Entscheidungen.«<br /><br /><b>Religiöse Rätsel</b> <br /><br />Nicht nur in »Judas«, auch in anderen Liedern auf ihrer Platte »Born This Way« macht Gaga textliche Abstecher in den religiösen Bereich. Da wären noch »Bloody Mary«, »Black Jesus + Amen Fashion« oder »Electric Chapel« – alle mit christlichen oder zumindest spirituellen Bezügen. Woher Lady Gaga ihre Ansichten über den Glauben hat, lässt sich nur vermuten. Die Sängerin ging als Kind auf eine katholische Mädchenschule. Im E!Online-Interview erzählt sie, dass sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr von Jesus und Religion ein ganz bestimmtes Bild hatte, das von ikonischen Darstellungen (der katholischen Kirche) geprägt war. Kurz überlegt: Diese Ikonenbilder zeigen Jesus tatsächlich häufig mit sanftem Gesicht und goldener Dornenkrone. Anscheinend empfand Stefani Germanotta diese Jesus-Perspektive und das, was sie in der Schule über die christliche Religion gelernt hatte, als zu starr. Jedenfalls schwärmt sie gegenüber der Interviewerin von einer neuen Art zu denken, die sie mit 18 bei ihrem Umzug nach Downtown New York kennen lernte. Und wie sieht die aus? <b><br /><br />Das Licht finden?</b> <br /><br />Kritiker werfen Lady Gaga vor, dass sie ihren »kleinen Monstern« beibringe, sich um sich selbst zu drehen. Die Monster-Mama wolle ihre Fans dazu bringen, sich selbst zu lieben. Kein grundsätzlich verkehrter Ansatz. Viele Teens mögen die Sängerin gerade deswegen, weil sie sich in ihren Liedern und ihrer Andersartigkeit in schwierigen Zeiten gut aufgehoben fühlen. Gaga zeigt außerdem Engagement, z.B. gegen Mobbing, ein ernstzunehmendes Problem in Cliquen und Schulen. Sie beschäftigt sich angeblich viel mit Fragen nach Vorbildern, Zielen und dem Leid in der Welt. Aber ist die Antwort, die sie darauf in der Zeitschrift »Friday« gibt, wirklich eine Rettungsbotschaft? »(…) Zurzeit driften wir ab, ohne zu wissen, wohin. Deshalb suchen wir nach einem Licht. Unterm Strich geht es in meinem Album genau darum: um das Licht in dir selbst. Das Licht, das von innen heraus leuchtet. Wir müssen in uns hinein schauen, um das Chaos um uns herum zu verstehen.« Hm, das kann einen als Kleinmonster aber auch ganz schön überfordern – Licht in sich selbst suchen?! Licht aus sich selbst heraus produzieren müssen? Da macht das Jesus-Wort aus Johannes 8,12 doch irgendwie mehr Mut: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.« Klare Ansage. <br /><br /><b>Mehr zu entdecken</b> <br /><br />Macht den Eindruck, als gäb’s für die Künstlerin noch einige neue Perspektiven zum Thema Vergebung, Licht und Dunkelheit zu entdecken. Schade, dass sie sich zwar mit Jesus und den biblischen Geschichten beschäftigt, diese aber nur als Metaphern benutzt. Und sie bewusst in so krasse und skandalträchtige Bilder umsetzt, dass sie damit Gläubige überall auf der Welt verärgert und Jesus ins Lächerliche zieht ... <i><br /><br />Text_<b>Rebecca Strunk </b>startet gerade als Psychologin ins Berufsleben.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Alles Gaga!? Ein Blick auf die Kunst- und Kultfigur. Und die religi&#246;sen Winks in ihren Songs</title>
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			<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:00:00 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Ist doch eigentlich alles nur Spiel, Spaß und Spannung. Ja, manchmal. Aber manchmal auch nicht....</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/2659573747.jpg" /> Ist doch eigentlich alles nur Spiel, Spaß und Spannung. Ja, manchmal. Aber manchmal auch nicht....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/2659573747.jpg" /> Ist doch eigentlich alles nur Spiel, Spaß und Spannung. Ja, manchmal. Aber manchmal auch nicht.... <p class="bodytext">Für Gamer Max (15) ist die Lieblingsjahreszeit ganz klar: das Ende des  Jahres. Denn da kommen die neuen Spiele auf den Markt. Er spielt am  liebsten World of Warcraft. Aber auch Doom und mal Call of Duty oder  Counter Strike. Oft heimlich. Schließlich sind diese Sachen erst ab 16  und 18. Aber er liebt den Kick der bedrohlichen Situationen, die ihm nie  wirklich etwas anhaben können. Im Team mag er die nötige Entwicklung  von Strategie und Taktik, um zu siegen. Und hat er mal richtig schlechte  Laune, dann wird er seine Aggressionen am besten los, wenn er im Spiel  seinen Gegner einfach nur dumpf abknallt. Tut einfach gut – und es  schadet ja auch niemandem wirklich. <br /> <br /> <b>Stress mit den Eltern <br /> </b><br /> Max’ Eltern haben dafür überhaupt kein Verständnis. Sie kriegen jedesmal  die Krise, wenn sie merken, wie lange Max sich in seinem Zimmer  verschanzt und aus Spaß zum abgebrühten Serienmörder wird. Haben ihm  auch schon mit Spieleverbot gedroht. Dabei ist doch alles nur ein Spiel,  wehrt sich Max. Außerdem ist er im echten Leben noch nie gewalttätig  geworden. Was soll dann daran schlecht sein? <br /> <br /> <b>Wo ist das Problem? <br /> </b><br /> Genau das frage ich mich auch – und stehe in einem Riesengewühl vor den  Türen der »Gamescom«, der weltweit größten Messe für interaktive Spiele  und Unterhaltung. Innen angekommen steuere ich direkt auf die Stände der  Shooter-Neuheiten zu. Ich mache mich bereit für den Kampf, habe aber  gleich an der ersten Ecke einen schlechten Start: Ich be nde mich in  einem Rebellenlager auf einer tropischen Insel. Genauer gesagt liege ich  auf dem Boden. Gefesselt und angekettet. Neben mir droht ein Abgrund.  Mein Peiniger steht vor mir und bedroht mich mit Worten und Waffen. Ich  kann mich weder wehren noch befreien. Aber mein Schicksal scheint  ohnehin schon besiegelt: Mein Feind durchtrennt die Kette und stößt mich  mit Wucht in die Schlucht. Ich falle und falle und falle, knalle aufs  Wasser und sinke wie ein Stein ... Hier reißt der Trailer des Spiels ab.  Während ich noch dabei bin, meinen virtuellen Ertrinkungstod zu  verdauen, ruft schon die nächste Herausforderung nach mir.<br /> <br />  <b>Täuschend echt <br /> </b><br /> Mit der Superwaffe in der Hand habe ich meinen Gegenspieler in einen  Hinterhalt gelockt. Ziemlich glückliche Position, um zu zeigen, wer hier  das Sagen hat. Jetzt bin ich also auf der Seite der Herrscher. Die  Rachelust aus meiner Niederlage von eben und der blanke Überlebenswille  in der virtuellen Welt erzwingen meine Entscheidung: Ich drücke ab.  Virtuelles Blut spritzt in alle Richtungen und trieft von meinem  Bildschirm. Ich habs getan! Mein Opfer vor mir röchelt. Ich quäle es  noch ein paar Minuten, dann gibt’s den Gnadenschuss. Genugtuung macht  sich in mir breit. Spiel. Mord. Sieg. So geht das also. Ich Heldin! Ich  erschrecke mich zu Tode, dass mir das Spaß macht und ziehe weiter. <br /> <br /> <b>Vorbild Waffenindustrie <br /> </b><br /> Vor mir steht ein Mitarbeiter eines Spieleherstellers, der ein neues  sprachgesteuertes Game-Tool vorstellt, mit dem ich mir meine Kampfwaffe  auf Zuruf zusammenbauen kann. Beeindruckend – er redet auf den  Bildschirm ein – und auf seinen Befehl setzt sich genau das zusammen,  was er will ... Ich bestaune die technischen Möglichkeiten. Und laden  kann er sie auch, indem er vor dem Screen in der Luft die typischen  Handgriffe macht! Auf dem Monitor ist die Waffe jetzt startklar.  Beeindruckt staune ich immer noch. »Wir arbeiten mit Waffenherstellern  zusammen, um alles so echt wie möglich aussehen zu lassen.« Jetzt staune  ich nicht mehr. Dieser Satz reißt mich aus meiner Naivität. Natürlich:  Die Rüstungsindustrie ermöglicht erst genau diese Art von Spielen. Das  Geld, das ich für so ein Game ausgeben würde, kommt in Teilen auch bei  ihr an. Und was echte Waffen anrichten, weiß ich aus den realen  Nachrichten. Nur – wie kann man darauf stolz sein? Und will ich das  unterstützen? Plötzlich kommt mir das alles gar nicht mehr so virtuell  vor. Meine Spiellust ist mir schlagartig vergangen, und ich suche auf  der Stelle das Weite. <br /> <br /> <b>Großartig oder grauenhaft <br /> </b><br /> Bevor ich mich zwischen Besuchern in lustigen Androiden- und  Starwars-Kostümen hindurchzwänge und mich an der partytauglichen  Abteilung für Sport- und Musikspiele vorbei in Richtung Hallenausgang  schiebe, fällt mein Blick noch auf ein riesiges Banner, das für einen  neuen Shooter wirbt: »Noch brutaler. Noch präziser. Einfach großartig.«  Wie bitte? Das klingt für mich nach Gewaltverherrlichung. Ich schwanke  zwischen Faszination und Ekel. An der frischen Luft angekommen, muss ich  erstmal nachdenken: <br /> <br /> <b>Genau hinschauen <br /> </b><br /> Natürlich ist nicht alles, was die Spielebranche an Games mit  »Schießelementen« zu bieten hat, gleich. Verständlicherweise begeistert  sich Max für Spiele, die Köpfchen fordern und Zusammenarbeit in der  Gruppe verlangen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen; die eine tolle Gra k  haben, eine dichte Atmosphäre mit komplexer Geschichte liefern – und bei  denen nicht die Gewalt im Vordergrund steht, sondern die Spannung. Aber  was ist mit Spielen, bei denen das Morden einziger Zweck ist, die  gezielt mit Elementen aus Krieg und Horror unterhalten wollen, sich ihre  Vorlagen von existierenden Kriegswaffen holen, mittlerweile alles so  lebensecht wie möglich abbilden und die Lust am Töten aus den Spielern  rausholen? Experten, Eltern, Gamer und Entwickler streiten sich:  Verharmlosung oder übertriebene Sorge? Vielleicht gibt’s keine  allgemeine Antwort. Nur die Möglichkeit, sich selber ehrlich zu  überprüfen. Vor allem, wenn mans mit den Altersempfehlungen ohnehin  nicht so ernst nimmt. <br /> <br /> <b>Einfuss wahrnehmen <br /> </b><br /> Mein Test hat’s mir jedenfalls gezeigt: Ego-Shooter sorgen bei mir für  den richtig großen Adrenalin- Kick. Ja, sie machen Spaß. Aber sie holen  auch meine Rachelust aus mir raus. Geben mir Genugtuung am Sterben  anderer. Machen mich aggressiv, wenn ich verliere. Stumpfen mich ab.  Geben mir andere Werte. Klar, alles nur im Spiel. Aber meine Emotionen  sind nicht gespielt. Und ich frage mich, ob ich so empfinden will ...  <br /><br /><i>Text_<b>Annette Penno</b> entscheidet sich lieber für die Schießbude und gegen  Far Cry.</i></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i><br /></i><b>»Machen Games gewalttätig?«<br /></b><br />Prof. Dr. Stefan Aufenanger ist Medienpädagoge der Universität in Mainz. Er befasst sich seit Jahren mit dem Thema Jugendliche und Neue Medien.<br /><br /><i>Welche Wirkung können Gewaltdarstellungen und -handlungen in Games auf Jugendliche haben?<br /></i><br /> Die Forschungen zu dieser Thematik sind nicht ganz eindeutig. Auf jeden Fall sehen wir keine eindeutigen Zusammenhänge. Das heißt, es ist fraglich, dass wer ein gewalthaltiges Computerspiele spielt, auch gewalttätig wird. Sehr viele Faktoren sind für einen Ein uss verantwortlich. Zum einem scheinen aggressionsbereite Jugendliche gewalthaltige Computerspiele zu bevorzugen, sie bringen also schon ein gewisses Gewaltpotenzial mit. Zum anderen wissen wir, dass bei ausgedehntem Spielen gewalthaltiger Computerspiele ein Verlust der Empathie – also des sich Hineinversetzens – in die Opferperspektive auftritt. Gewalt wird von diesen Personen als etwas Selbstverständliches und Alltägliches angenommen. Auch Jugendliche mit Minderwertigkeitsgefühlen bzw. mangelndem Selbstvertrauen  nden in gewalthaltigen Computerspielen eine Möglichkeit, das durch die Macht, die sie in solchen Computerspielen ausüben können, auszugleichen. Und man muss sehen, dass es fast ausschließlich männliche Jugendliche sind, die gewalthaltige Computerspiele spielen. Somit hat die Thematik auch etwas mit dem Männerbild in unserer Gesellschaft zu tun. <br /><br /><i>Shooter bieten eine Vorlage für gewalttätiges Verhalten, aber ein direkter Zusammenhang zu gewalttätigem Verhalten im echten Leben wird immer wieder hinterfragt. Was denken Sie? <br /></i><br />Nur in äußerst extremen Fällen werden die Handlungen aus gewalthaltigen Computerspielen in den Alltag übernommen. Es handelt sich um Einzelfälle, die aber nicht verharmlost werden dürfen. Aus meiner Sicht könnte auch das immer häu ger wahrnehmbare Nachtreten auf Opfer, die am Boden liegen, ein Effekt solcher Spiele sein, was jedoch von der Forschung bisher nicht untersucht wurde. <br /><br /><i>Viele Eltern würden ihren Kindern solche Spiele gerne verbieten, weil sie den negativen Einfluss fürchten, während Jugendliche »doch nur aus Spaß nur Pixel abschießen«. Ist die Angst der Eltern übertrieben? Oder sind die Teens zu blauäugig? <br /></i><br />Computerspiele sind heute ein Teil der Alltagskultur von Jugendlichen – und natürlich auch von vielen Erwachsenen. Deshalb sollt das erst einmal als ein solches Phänomen gesehen werden, das nicht so einfach verboten werden kann. Ein Verbot würde auch dazu führen, dass Jugendliche dies heimlich machen würden und damit eine Ein ussnahme der Eltern nicht mehr möglich ist. Vielmehr sollten Eltern frühzeitig erkennen können, wenn durch Computerspiele entweder aufgrund des hohen Zeitaufwands andere Freizeittätigkeiten vernachlässigt werden oder die Gewalt in den Spielen Anregungen für aggressive Auseinandersetzungen mit Eltern oder Freunden bietet. Im Großen und Ganzen erkennen fast alle Jugendlichen, dass es sich um inszenierte Gewalt handelt und halten sie deshalb für sich selbst auch als bedeutungslos. Wenn die Umweltfaktoren problemlos sind – also keine Gewalt in der Familie vorliegt oder die Jugendlichen irgendwie gedemütigt werden, halte ich das Spielen gewalthaltiger Computerspiele für unproblematisch. <br /><br /><i>Warum faszinieren solche Spiele so sehr? </i><br /><br />Computerspiele bieten allgemein die Möglichkeit sich zu erproben, ohne die Folgen der eigenen Handlungen tragen zu müssen. Ich kann jederzeit aussteigen, das Spiel beenden oder mir einfach Macht verschaffen, ohne dass es Wirkungen im Alltag hat. Überspitzt gesagt: Ich kann Gott spielen. Ich kann auch ganz gut meinen alltäglichen Frust – zum Beispiel Stress mit den Eltern oder in der Schule, Ärger mit Freunden – in solchen Spielen abreagieren. <br /><br /><i>Was würden Sie Jugendlichen zum Umgang mit Games mit lebensechten Gewaltdarstellungen raten? Wann sollten die Alarmglocken klingeln? <br /></i><br />Die meisten Jugendlichen sind in ihrer moralischen Entwicklung so weit, dass sie wissen, dass die Gewalthandlungen in Computerspielen auf keinen Fall im Alltag übertragen werden dürfen. In diesem Sinne ist eigentlich kein pädagogisches Handeln notwendig. Es wird erst dann problematisch, wenn solche Spiele die einzige Bedeutung im Alltag bekommen und die Gewalthandlungen in diesen Spielen verherrlicht werden. Dann muss unbedingt mit den Jugendlichen gesprochen werden, um rechtzeitig Ein uss zu nehmen, damit die oben beschriebenen Bedingungen nicht einsetzen und Jugendliche von diesen gewalthaltigen Computerspielen in ihrer Identitätsentwicklung – zum Beispiel der männlichen Geschlechterrolle – oder in Konfliktlösungen im Alltag nicht beeinflusst werden. <br /><br />Interview_<b>Annette Penno</b> hat als Teen mehr vor Konzertbühnen gesessen als vor Computern.<br /><br /><br /><b>&quot;Zocker erzählen&quot; und der Test zum Thema &quot;Wann es genug ist&quot; findet ihr in der aktuellen teensmag Ausgabe!</b> </p>]]></content:encoded>
			<title> Ego-Shooter Machen Spa&#223;. Aber wer killt hier wen?</title>
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			<category>teensmag</category>
			<category>tiefgang</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 06:38:00 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Jesus wird geboren. Ein Auszug aus der Volxbibel...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/5523ee408c.png" /> Jesus wird geboren. Ein Auszug aus der Volxbibel...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/5523ee408c.png" /> Jesus wird geboren. Ein Auszug aus der Volxbibel... <p class="bodytext">1 In dem Jahr machte der oberste Präsident der Römer ein neues Gesetz. In diesem Gesetz stand, dass sich alle Menschen, die in den von der römischen Armee besetzten Gebieten lebten, bei ’ner staatlichen Behörde melden sollten. Dort mussten sie angeben, wie viel Kohle sie im Monat verdienen, um daraus die neue Steuer zu berechnen.</p>
<p class="bodytext">2 So eine Steuerschätzung hatte es zu dem Zeitpunkt noch nie gegeben. Quirinius war gerade der Ministerpräsident von einem der besetzten Gebiete, das Syrien hieß. </p>
<p class="bodytext">3 Alle Menschen mussten in den Ort zurückgehen, in dem sie geboren worden waren, um sich dort in Listen einzutragen. </p>
<p class="bodytext">4 Weil Josef aus der Familie vom David kam, musste er nach Bethlehem reisen, denn da kam seine Familie ursprünglich her. Er machte sich also von Nazareth (das liegt in Galiläa) nach dorthin auf den Weg. </p>
<p class="bodytext">5 Maria, seine Verlobte, nahm er einfach mit. Die hatte da schon einen ziemlich dicken Bauch, sie war nämlich hochschwanger. </p>
<p class="bodytext">6 In Bethlehem passierte es dann und sie bekam ihr erstes Kind. </p>
<p class="bodytext">7 Weil sie in den Hotels und Jugendherbergen im Ort keinen Pennplatz mehr finden konnten, musste Maria das Kind in einer Autogarage zur Welt bringen. Eine alte Ölwanne war das erste Kinderbett. </p>
<p class="bodytext">8 In dieser Nacht hatten ein paar Hirten kurz vor dem Dorf ihr Lager aufgeschlagen, um dort auf die Schafe aufzupassen. </p>
<p class="bodytext">9 Plötzlich war da ein riesengroßes überirdisches Wesen aus dem Himmel, was auf sie zukam. Ein helles weißes Licht war um diesen Engel rum, ein Art von Licht, das nur von Gott kommen konnte, so krass war es. Die Hirten bekamen voll die Panik, </p>
<p class="bodytext">10 aber der Engel beruhigte sie. „Entspannt euch, ihr braucht keine Angst zu haben! Ich habe gute Nachrichten für euch und auch für alle anderen Menschen! </p>
<p class="bodytext">11 Heute Nacht ist der Mensch geboren worden, der euch alle aus eurem Dreck rausholen wird! Das ist in der gleichen Stadt passiert, wo auch David herkommt. </p>
<p class="bodytext">12 Ich sag euch mal, wo ihr ihn finden könnt: Er liegt in einer alten Ölwanne, unten in einer Tiefgarage, gut eingewickelt in Windeln!“ </p>
<p class="bodytext">13 Plötzlich tauchten neben dem einen Engel noch Tausende anderer Engel auf. Die fingen dort gleich an zu beten und Gott zu sagen, wie genial er ist: </p>
<p class="bodytext">14 „Der Gott, der im Himmel wohnt, soll groß rauskommen! Er hat all den Menschen ein Friedensangebot gemacht die bereit sind, dieses Angebot auch anzunehmen!“ </p>
<p class="bodytext">15 Nachdem die Engel wieder verschwunden waren, beschlossen die Hirten, der Sache auf den Grund zu gehen: „Lasst uns mal nach Bethlehem fahren. Mal sehen, was dort jetzt von den Sachen passiert ist, die uns dieser Engel gerade erzählt hat.“ </p>
<p class="bodytext">16 Sie beeilten sich sehr. Als sie im Dorf ankamen, fanden sie tatsächlich Maria, Josef und auch das Baby, das in einer Ölwanne lag. </p>
<p class="bodytext">17 Nachdem die Hirten das Kind angesehen hatten, erzählten sie von ihrem Treffen mit diesem Engel. </p>
<p class="bodytext">18 Alle, die davon Wind bekamen, staunten nicht schlecht. </p>
<p class="bodytext">19 Maria merkte sich aber alle Einzelheiten genau und dachte ständig darüber nach. </p>
<p class="bodytext">20 Anschließend gingen die Hirten wieder zu ihren Schafen zurück. Sie freuten sich total über Gott und über das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten! Alles war genauso abgegangen, wie es ihnen vorher angekündigt worden war.<br /><br /><i>Der Text ist ein Auszug aus der Volxbibel. Neues Testament aus dem Volxbibel-Verlag.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Altbekanntes neu verpackt Die Weihnachtsgeschichte</title>
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			<category>teensmag</category>
			<category>tiefgang</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 12:30:00 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Immer wieder sah er auf die Uhr und auf den Kalender. In einer Woche war Weihnachten. Bisher hatte...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4855dcf1a.jpg" /> Immer wieder sah er auf die Uhr und auf den Kalender. In einer Woche war Weihnachten. Bisher hatte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4855dcf1a.jpg" /> Immer wieder sah er auf die Uhr und auf den Kalender. In einer Woche war Weihnachten. Bisher hatte... <p class="bodytext">Schniefend und keuchend zog er die Decke bis zur Nase. Dass er nun auch noch krank war, passte ihm gar nicht. Er hatte morgen wieder in den Gottesdienst gehen wollen, doch stattdessen würde er den vierten Advent im Bett verbringen müssen. Die schwere Erkältung gab ihm viel Zeit zum Nachdenken – und zum Beten.<br /><br />Herr Nestor!“ Meike Vanderreet drängte sich durch eine kleine Ansammlung von Menschen nach vorne. „Herr Nestor!“ Der Gerufene hörte sie endlich und blickte auf. Meike erreichte ihn schwer atmend und streckte ihm die Hand hin. Der Referent nahm sie freundlich und schüttelte sie fest. Ein wenig zu fest; Meike verzog kurz das Gesicht. „Ich wollte Ihnen unbedingt sagen, dass ich Ihren Vortrag hervorragend fand. Was Sie über die Bedeutung von Kunst für die Kirchen sagten, überhaupt über Kunst und den Glauben, drückt genau das aus, was ich denke. Ich bin wirklich froh, dass ich hergekommen bin, denn eigentlich habe ich so kurz vor Weihnachten gar keine Zeit, um Vorträge zu besuchen, noch dazu, wenn sie so weit weg sind.“ „Woher kommen Sie?“, erkundigte Nikolai sich. „Wir wohnen in einem kleinen Dorf in der Nähe des Bodensees. Mein Mann ist Künstler, ich ebenfalls und unsere Tochter – nun ja, sie ist vier und malt zwar gerne, aber sie soll selbst herausfinden, wo ihre Neigungen liegen.“ <br /><br />Nikolai rieb sich unauffällig den Kopf, der schmerzte. Die Beule war besonders empfindlich, und er versuchte, sie nicht zu berühren. Die vitale Frau vor ihm strahlte ihn mit ihren leuchtenden Augen an. Er 78 freute sich immer, positives Feedback auf seine Vorträge zu erhalten, aber er wünschte sich, er wäre weniger müde und hätte kein Kopfweh. „Wissen Sie, dass ich nur wegen eines Käsekuchens hier bin?“, fragte Meike und lachte. „Was? Wegen eines Käsekuchens? Wie ist das zu verstehen?“, hakte Nikolai mühsam interessiert nach und setzte sich auf einen Stuhl in Erwartung einer längeren Geschichte, für die er sich im Stehen zu schwach fühlte. „Ein Nachbar brachte uns vor drei Tagen einen Käsekuchen. Der Kuchen war auf einer Kuchenplatte, die uns leider kaputtging. Wir fuhren also los, um einen Ersatz zu besorgen, und wurden schließlich fündig in einem Ort, in dem wir noch nie waren. Gleich neben dem Geschäft war ein Buchladen, wo mir eins Ihrer Bücher in die Hände fiel. Zu Hause ging ich im Internet auf die Webseite, die hinten in dem Buch angegeben war, und dort fand ich eine ganze Reihe von Terminen, darunter auch diesen hier.“ <br /><br />Nun staunte Nikolai doch. „Tatsächlich, ein Käsekuchen hat Sie hierhergeführt? Mir ging es ganz ähnlich, um ein Haar wäre ich überhaupt nicht hergekommen. Noch gestern befand ich mich in München, ohne Geld und ohne Erinnerung. Ich habe es nur einem sehr freundlichen Ehepaar zu verdanken, dass ich jetzt hier bin. Ein Erlebnis übrigens, das den Aspekt des christlichen Glaubens, den ich in meinem Vortrag beleuchtete, entscheidend beeinflusst hat.“ Er gähnte. „Entschuldigen Sie bitte, ich war erst sehr spät zu Hause und spüre noch die Nachwirkungen meines Abenteuers.“ <br /><br />„Wissen Sie eigentlich, dass Sie eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann haben?“, entgegnete Meike. Nikolai nickte. „Oh ja, das sagt man mir dauernd. Gestern hielt ich es sogar selbst für möglich, der Weihnachtsmann zu sein.“ Meike lachte kurz, dann wurde sie wieder ernst. Es war Zeit, zum Punkt zu kommen. „Ich wollte Ihnen noch etwas mitteilen: Wegen Ihres Vortrages habe ich mich entschlossen, eins meiner Bilder einer Gemeinde zu schenken. Ich habe einige meiner Werke dabei, um sie auf dem Rückweg bei der Galerie abzugeben, die sie für mich verkauft. Darunter ist ein ganz spezielles, das meiner Meinung nach sehr gut 79 in einen Gottesdienstraum passen würde. Es ist eigentlich sogar mein liebstes Bild und auch das größte, das ich momentan habe. Ich würde es Ihnen gerne zeigen und Sie fragen, was Sie davon halten.“ <br /><br />Nikolai war einverstanden und erhob sich, um seine Tasche zu packen und in seine Jacke zu schlüpfen. Draußen erwarteten sie ein graupelartiger Niederschlag und eine feuchte, unangenehme Kälte. Es herrschte reger Betrieb auf der Straße an diesem Adventssamstag, doch die Lichterketten auf beiden Seiten verbreiteten trotz allem eine schöne Stimmung, gerade in diesem trüben Tageslicht. Nikolai folgte Meike zu ihrem Wagen, einem Van, in dem hinten die Sitzbänke herausgenommen waren, um Platz für einige Gemälde unterschiedlicher Größe zu schaffen. Jedes war geschützt von einer rauen Stoffdecke. Meike brauchte nicht lange und bugsierte das größte Werk nach vorne, entfernte den Stoff und sagte: „Das ist es.“ <br /><br />Höchst erstaunt beugte Nikolai sich in den Wagen und betrachtete das Bild, das ungefähr zwei Meter breit und eineinhalb Meter hoch war. „Wie sagten Sie, ist Ihr Name?“ Meike sah ihn verlegen an. „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Meike Vanderreet.“ „Natürlich, ich kenne einige Ihrer Werke! Das ist ganz beachtlich, ganz beachtlich!“ Nikolai war fassungslos. „Und Sie sind sicher, dass Sie dieses Bild verschenken wollen? Sie könnten mindestens vierzigtausend dafür bekommen, vielleicht sogar sechzig!“ Meike nickte nachdrücklich. „Verzeihen Sie, aber das müssen Sie mir erklären“, bat Nikolai. <br /><br />Meike räusperte sich und holte tief Luft. „Ich sagte ja schon, dass mir die Idee durch Ihren Vortrag kam. Ich bin Christ und glaube fest daran, dass wir Gott mit unseren Gaben und Talenten dienen sollen. Schließlich haben wir sie von ihm. Natürlich weiß ich, dass Kunst, und gerade die Malerei, schon immer auch zum Glauben und zu den Kirchen gehörte. Allerdings wurde mir im Lauf des Morgens deutlich bewusst, dass ich, Meike Vanderreet, ganz persönlich einen Beitrag leisten sollte. Ich diene Gott mit meinen Werken, und meine Werke wiederum sollen dazu dienen, anderen Christen etwas mitzuteilen und sie näher zu Gott zu bringen. Deshalb habe ich mich auch für dieses 80 Bild entschieden. Als ich damit anfing, befand ich mich in einer Krise, doch im Laufe der Entstehung durchlebte ich verschiedene Phasen, bis ich mich schließlich Jesus so nahe fühlte wie nie zuvor und wusste, dass er in der ganzen Zeit bei mir war und mich gestärkt hat. Ich sehe das in diesem Bild, wann immer ich es anschaue, aber das ist natürlich keine Überraschung.“ Sie lächelte verschmitzt. <br /><br />Nikolai schwieg eine Weile und ließ sich das Gehörte durch den Kopf gehen. „Also, ihr Christen gebt mir derzeit ganz schön zu denken“, meinte er schließlich. „Es scheint mehr am Glauben zu sein, als ich bisher wusste. Nichtsdestotrotz, falls Sie noch keine bestimmte Gemeinde im Auge haben, wüsste ich, glaube ich, genau die richtige für das Bild. Ich kenne da einen Pastor, der sich riesig freuen würde. Er hätte ein gutes Weihnachtsgeschenk bitter nötig.“ <br /><br />Meike war einverstanden. Sie packte das Bild vorsichtig wieder in seine Schutzhülle und ließ Nikolai dann auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Er sagte, sie würden etwa eine Stunde bis zu ihrem Ziel in Witten brauchen. Meike ließ sich von ihm durch die Stadt lotsen. Sie unterhielten sich nicht viel, weil sie sich auf den Verkehr konzentrieren musste, doch als sie die Stadtgrenzen hinter sich gelassen hatten, forderte Nikolai Meike auf: „So, und nun erklären Sie mir doch mal, was Weihnachten für Sie als Christ und Künstlerin bedeutet.&quot;<br /></p>]]></content:encoded>
			<title> Teil 3 "Das wundersame Weihnachtsgeschenk"</title>
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			<category>trends</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 07:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<!--description>Stress und gesundheitliche Probleme in der Weihnachtszeit machen vor allem jungen Menschen zu...</description-->
			<description><![CDATA[ Stress und gesundheitliche Probleme in der Weihnachtszeit machen vor allem jungen Menschen zu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ Stress und gesundheitliche Probleme in der Weihnachtszeit machen vor allem jungen Menschen zu... <p class="bodytext">Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage fühlen sich 60 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in dieser Jahreszeit gestresst, wie die Krankenkasse Knappschaft am Donnerstag in Bochum mitteilte. Ältere könnten den Feiertagstrubel offensichtlich besser verkraften: Bei den über 60-Jährigen beschwerten sich lediglich 20 Prozent über weihnachtliche Strapazen.<br /><br />&nbsp;Neben Stress klagten junge Menschen in der Weihnachtszeit auch vermehrt über Kopfschmerzen (46 Prozent), Erschöpfungserscheinungen (29 Prozent) und extreme Müdigkeit oder Schlafstörungen (26 Prozent), hieß es weiter.<br /><br />&nbsp;Wie belastend der Weihnachtstrubel ist, hängt den Angaben zufolge aber nicht nur vom Alter ab, sondern auch von der Haushaltsgröße. Laut der Umfrage, die im Auftrag der Knappschaft erhoben wurde, litten nur 38 Prozent der alleine wohnenden Menschen unter Stress - gegenüber 51 Prozent der Befragten aus Haushalten mit vier oder mehr Personen.<br /><br />&nbsp;Auch bei anderen gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Erkältungen seien Singles deutlich seltener betroffen als Familien. So hätten lediglich 31 Prozent der allein Lebenden angegeben, bereits unter Erkältungssymptomen gelitten zu haben, bei Haushalten mit vier Personen oder mehr hatte es in der Weihnachtszeit bereits über die Hälfte (54 Prozent) erwischt. </p>]]></content:encoded>
			<title> Umfrage Vor allem junge Menschen leiden unter Weihnachtsstress</title>
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			<category>teensmag-Notizen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 08:26:30 +0100</pubDate>
			
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			<!--description>Von: anna.k@hotmail.com
An: clara.schumann@email.org
Betreff: Re: Adventsgrüße</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4855dcf1a.jpg" /> Von: anna.k@hotmail.com
An: clara.schumann@email.org
Betreff: Re: Adventsgrüße]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/c4855dcf1a.jpg" /> Von: anna.k@hotmail.com
An: clara.schumann@email.org
Betreff: Re: Adventsgrüße <p class="bodytext"><br /><i>Liebe Clara,<br /></i><br />danke für deine E-Mail. Wie bist du in den letzten Tagen mit deiner Masterarbeit vorangekommen? Ich hoffe, du kannst im Moment disziplinierter arbeiten als ich. Aber davon abgesehen muss ich dir unbedingt etwas erzählen. Ich hatte nämlich einen total verrückten Tag heute! Zuerst rettete mir eine Feigen-Konserve das Leben, und dann diese Sache mit dem Ladenhüter!<br /><br />Aber von vorne. Die Dose mit den Feigen bekam ich gestern von meinem Prof., als ich während der Sprechstunde dort war, um meine Diplomarbeit zu besprechen. Er wirkte ganz merkwürdig aufgeräumt und heiter, nicht so trübsinnig wie sonst. Zum Abschied drückte er mir die Dose in die Hand. Ich habe mich zwar gewundert, aber nicht nachgefragt und dachte, er wird schon wissen, warum er das tut. Selbst wenn er nichts dabei im Sinn hatte – jemand anderes hatte ganz bestimmt einen Plan!<br /><br />Zuerst dachte ich daran, die Feigen wegzuwerfen. Das Ganze kam mir doch zu merkwürdig vor und ich wollte mir nicht den Magen verderben. Heute Morgen musste ich allerdings feststellen, dass der Kühlschrank leer war, aber ich musste irgendetwas frühstücken. Ich wollte einfach nur testen, wie die Feigen riechen, vielleicht sogar eine probieren, und dann gab es eine Riesensauerei, als der Dosenöffner abriss und die ganzen Feigen mitsamt der Soße auf mir landeten. Ich musste mich komplett umziehen, aufs Frühstück verzichten und aus dem Haus hetzen, weil ich sonst viel zu spät zur Arbeit gekommen wäre. Ich fuhr mit dem Fahrrad und kam zu der Ecke, an der ich wirklich jedes Mal bei Rot warten muss. Dort war Minuten vorher ein Auto in die Ampel gefahren, etwa zu der Zeit, zu der ich normalerweise dort gestanden und gewartet hätte, und ganz genau an derselben Stelle. Mir wurde schlagartig klar, dass ein tüchtiger Schutzengel auf mich aufpasst, und ich zitterte auf einmal so sehr, dass ich vom Rad steigen und ein Stück schieben musste.<br /><br />Ich kam dann doch ein paar Minuten zu spät in den Laden, aber Carmen sah gnädig darüber hinweg. Elise kam sogar erst nach mir, als Carmen die Boutique schon geöffnet hatte. Die ersten Stunden gingen im Nu vorüber; es war ein typischer Samstag im Advent – die Fußgängerzone wimmelte von Menschen, der Laden war ständig voll und wir hatten unheimlich viel zu tun. Carmen macht derzeit schon mittags zum ersten Mal die Kasse und bringt das Geld in Sicherheit, nur für alle Fälle.<br /><br />Gegen halb eins hatten wir eine kleine Verschnaufpau46 se. Zu der Zeit brauchen auch die Kunden und Schaufensterbummler etwas zu essen und es ist etwa eine halbe Stunde lang ruhiger im Laden. Carmen hatte einen selbst gemachten Punsch dabei und lud Elise und mich auf ein Gläschen ein. Er war sehr lecker, vielleicht ein bisschen zu gut, denn Elise wurde recht bald albern und Carmen war auch irgendwie angeheitert. Mir wurde nur warm und ich habe mich gewundert, dass Carmen uns an einem Adventssamstag Alkohol serviert. Schließlich führte sie Elise und mich kichernd in die hinterste Ecke im Laden, zog einen roten Mantel hervor und sagte: „Kinder, heute ist ein ganz besonderes Jubiläum. Heute genau vor zehn Jahren kam dieser Mantel in mein Geschäft. Damals war ich nur die Geschäftsführerin; die Inhaberin hat den Einkauf erledigt und dieses schreckliche Stück hier hingehängt.“<br /><br />Sie hielt sich den Mantel vor und wedelte damit herum. Er erinnerte mich sehr an ein Weihnachtsmann-Outfit, denn er war nicht nur von einem satten Rot, sondern hatte auch weiße Applikationen an den Säumen und einen pelzigen, weißen Kragen. Ich habe mich schon über den Mantel gewundert, seit er mit der Winterkollektion in den Verkaufsraum gewandert war. Da ich erst seit dem Sommer dort arbeite, kannte ich die Geschichte nicht. Elise dagegen grinste wissend. „Später hat sie vergessen, den Mantel zurückzuschicken, und deshalb blieb er im Laden“, fuhr Carmen fort. „Ein Jahr später übernahm ich die Boutique und mit ihr dieses Kleidungsstück.<br /><br />Jeden Winter wieder hänge ich ihn zu den neuen Sachen und jedes Frühjahr räume ich ihn wieder weg. Ob ich ihn teuer auszeichne oder den Preis heruntersetze, egal, wo im Laden er hängt – niemand kauft ihn. Niemand will ihn, keiner hat sich jemals dafür interessiert. Er ist inzwischen so etwas wie unser Wahrzeichen. Wenn er bei meinem Tod noch hier ist, möchte ich darin begraben werden. Merkt euch das!“ Sie strahlte uns an und schenkte uns noch mehr Punsch ein.<br /><br />Nach ein Uhr war es wieder so voll wie am Vormittag, eine Kundin gab der nächsten die Klinke in die Hand. Die Kasse ging nur noch auf und zu, die Umkleidekabinen waren ständig belegt, und Elise und ich liefen viele Kilometer, um den Kundinnen Kleidung in immer anderen Größen zu bringen. Ich muss mir unbedingt andere Schuhe kaufen, in meinen tun mir spätestens um zwei Uhr fürchterlich die Füße weh. Ich muss mir gleich mal eine Erinnerung ins Handy machen ... Dann, gegen halb vier, betrat eine Dame den Laden. Sie hatte drei kleine Hunde bei sich, möglicherweise Chihuahuas oder Zwergspitze, ich kenne mich damit nicht aus. Carmen stellte den Kleinen eine Schüssel mit Wasser hin und sie stürzten sich förmlich darauf. Die Frau gab ihrem Begleiter die Leinen in die Hand und fing an, den Laden zu durchstöbern. Nachdem sie sich fast alles angesehen hatte und ihr nichts zu gefallen schien, wandte sie sich Hilfe suchend an mich.<br /><br />Ich lotste sie in die Ecke, in der der rote Mantel hing, und wies sie darauf hin, dass sie sich dort noch nicht umgesehen habe. Dann rief meine Kundin aus der Umkleide nach mir. Elise und ich wechselten schnell einen Blick. Carmen tat so, als bekäme sie von alledem nichts mit. Die Frau nahm den Ladenhüter von der Stange und schnippte mit dem Finger. Elise eilte zu ihr, half ihr aus ihrem eigenen Mantel und legte ihn sich über den Arm, um das rote Teil hochzuhalten. Die Frau schlüpfte hinein und betrachtete sich damit im Spiegel. Sie schien ihn tatsächlich gut zu finden. Sie drehte sich hin und her, klappte den Kragen hoch, dann wieder runter, fragte nach einem passenden Schal und legte sich das leuchtend grüne Ding, das Elise ihr brachte, um den Hals. Schließlich war sie fertig und zog wieder ihren eigenen Mantel an. Meine eigene Kundin wurde allmählich ungeduldig, weil ich unaufmerksam und abgelenkt war, aber ich konnte mir das Geschehen einfach nicht entgehen lassen. Sogar Elise, die eine erfahrene Verkäuferin ist, starrte der Frau mit offenem Mund hinterher, als diese zur Kasse ging, um den Mantel mitsamt dem Schal zu bezahlen. Es fiel ihr gerade noch rechtzeitig ein, dass sie die Dame zu begleiten und ihre Sachen zur Kasse zu tragen hatte.<br /><br />Carmen hatte ein mildes Lächeln auf dem Gesicht, als sie das Geld entgegennahm. Ich denke, es war ein sehr guter Preis, denn sie hat den Mantel jedes Jahr ein bisschen teurer ausgezeichnet, wie sie später erzählte. Die Dame sammelte ihre Hunde ein, ließ den Mann die große Tüte tragen und stolzierte aus dem Laden. Carmen bückte sich schnell, als hätte sie etwas fallen lassen, und Elise eilte nach hinten, wo ich sie laut lachen hörte. Ich durfte mir nichts anmerken lassen, denn ich bediente ja gerade eine Frau, aber der Punsch hatte mich glücklicherweise nicht so albern gemacht wie die anderen beiden.<br /><br />Kurz vor Ladenschluss kam noch eine späte Lieferung. Carmen war so gut drauf, dass sie dem Paketboten ein Parfüm schenkte; Elise und ich durften uns je einen von den edlen neuen Kaschmirschals aussuchen, die wir beide so toll finden. Vielleicht erzähle ich Professor Reeker irgendwann mal diese ganze Geschichte. Er würde sich wundern, was seine Dose Feigen alles bewirkt hat!<br /><br />Liebe Grüße und dir einen schönen dritten Advent<br /><i>Anna</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Teil 2 "Das wundersame Weihnachtsgeschenk"</title>
			<link>http://www.teensmag.net/no_cache/reinlesen/artikel/ansicht/181607das-wundersame-weihnachtsgeschenk.html</link>
			<category>trends</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 07:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<!--description>Das ist mein Haargummi!“ „Pech gehabt, jetzt habe ich es!“ „Gib es sofort zurück!“ „Hol es dir...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/e5c30d981b.jpg" /> Das ist mein Haargummi!“ „Pech gehabt, jetzt habe ich es!“ „Gib es sofort zurück!“ „Hol es dir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.teensmag.net/typo3temp/pics/e5c30d981b.jpg" /> Das ist mein Haargummi!“ „Pech gehabt, jetzt habe ich es!“ „Gib es sofort zurück!“ „Hol es dir... <p class="bodytext">Er war an die Streitereien seiner beiden siebzehnjährigen Töchter gewöhnt. Sie aber nicht. Wilhelmine eilte die Treppe hinauf zu den Zwillingen Lena und Marie. <br /><br />„Wo liegt das Problem?“, erkundigte sie sich beherrscht. Vielleicht konnte man dem Ganzen mit Ruhe und Besonnenheit beikommen. „Marie klaut immer mein Zeug!“, beschwerte sich Lena, woraufhin sich ihre Schwester auf sie stürzte und sie kräftig an den langen blonden Haaren zog. „Au, auuuuu! Lass los, dumme Kuh!“ „Schluss damit, alle beide. Und solche Ausdrücke will ich nicht hören!“ Wilhelmine beschloss durchzugreifen. „Marie, du gibst Lena ihre Sachen zurück. Lena, du hörst auf, so ein Theater zu machen. Warum seid ihr noch nicht fertig? Wir müssen gleich los. Sobald eure Mutter zurück ist, fahren wir.“ „Sie hat meine Frisur ruiniert“, heulte Lena los und stürzte ins Bad, um den Schaden zu begutachten. „Heulsuse“, rief Marie ihr hinterher, doch sie erhielt keine Antwort und wandte sich ihrer Großmutter zu. „Ist doch wahr.“ „Wie weit bist du?“, hakte Wilhelmine nach und dankte im Stillen Gott für ihre guten Nerven.<br /><br /> „Fast fertig“, entgegnete Marie und deutete auf ihre Tasche. „Ich muss nur noch mal mit dem Haarspray über die Frisur gehen.“ Ihre Haare waren zu einem straffen Dutt gebunden, dessen Anblick allein Wilhelmine die Haarwurzeln kribbeln ließ, weil er aussah, als würde er dem Mädchen die Gesichtshaut nach hinten ziehen. Außerdem hatte sie bereits eine halbe Dose Haarspray auf ihrem Kopf verteilt, das ganze Haus roch danach. Sie streckte einen Finger aus, um die Festigkeit zu prüfen, doch ihre Enkelin duckte sich weg. <br /><br />„Nein, nicht anfassen! Es sitzt alles perfekt, das muss so bleiben.“ Wilhelmine seufzte und ging wieder nach unten. Sie ließ ihre Gedanken zum Vortag wandern und ein weiches, warmes Gefühl durchflutete sie. Sie war verliebt. Das wusste sie, seit Theodor ihr tief in die Augen geschaut und dieses Gedicht aufgesagt hatte. Der Tag war wie der Himmel auf Erden gewesen. Theodor war frühmorgens wieder nach Hause gefahren, doch sie hatten sich fest für Weihnachten verabredet. Wilhelmine fragte sich nur, wie sie ihrer Familie beibringen sollte, dass sie zum ersten Mal am Christfest nicht da sein würde. Sie hatte ihnen nichts von ihrem Rendezvous erzählt und fand auch jetzt, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen war. Doch sie war froh um den Schatz, den sie in ihrem Herzen trug, denn er half ihr, dem Chaos des heutigen Tages relativ gelassen zu begegnen. <br /><br />Die Mädchen kamen die Treppe herunter, beladen mit ihren vollen Taschen, in denen sie alles hatten, was sie für den Abend brauchten. Sie sahen in ihren Ballettkleidern aus wie Elfen – zart, beweglich, anmutig, liebreizend. Wenn sie sich nur auch so benommen hätten. Lena schmollte und Marie schnitt Fratzen. Ehe es zu einer Wiederaufnahme der Auseinandersetzung kommen konnte, ging die Haustür auf, und Dorothee, die Mutter der beiden, kam herein. <br /><br />„Hallo, da bin ich. Können wir los?“, fragte sie munter. Die Zwillinge stapften nach draußen, Frieder faltete die Zeitung zusammen und erhob sich. Wilhelmine war froh, dass sie endlich das Haus verließen. <br /><br /><br /><br />Die Fahrt war geprägt von mehr Gezanke und Vermittlungsversuchen, Ermahnungen und Handgemenge auf der Rückbank. Wilhelmine schob es auf die Nervosität ihrer Enkelinnen. Sie hatten praktisch das gesamte Jahr geprobt, um heute den „Nussknacker“ aufzuführen; es war also ein sehr wichtiger Abend. Die Stadthalle würde bis auf den letzten Platz besetzt sein, Presse und Lokalfernsehen wurden erwartet, außerdem der Oberbürgermeister und einige Prominente, denn die Ballettschule Celine hatte einen guten Ruf in Fachkreisen und war weithin bekannt für ihre professionellen Weihnachtsaufführungen.<br /><br /> Wilhelmine atmete erleichtert auf, als sie, ihr Sohn und ihre Schwiegertochter sich im Zuschauerraum einen Platz suchten. Sosehr sie die Zwillinge liebte – diese Streitereien waren mehr, als sie ertragen konnte. Sie freute sich jetzt auf eine angenehme Darbietung, die sie stolz genießen würde. Sie sah sich schon mal nach Leuten in ihrer Nähe um, denen sie später verraten konnte, dass das auf der Bühne ihre Enkelinnen waren – die zukünftigen Primaballerinas berühmter Tanzensembles. <br /><br />Das Licht ging aus, der Vorhang öffnete sich lautlos, die Vorführung begann. Schwerelos schwebten die Darsteller über die Bühne, die mitreißende Musik erfüllte den Raum, das Orchester spielte umwerfend. Das Bühnenbild war opulent, die kleineren Eleven, die mittanzen durften, waren entzückend. Alles lief perfekt. Endlich kamen Lena und Marie heraus zum „Arabischen Tanz“, jetzt gekleidet in seidenzarte Pluderhosen. <br /><br />Wilhelmine beugte sich zu ihrem Sitznachbarn und flüsterte stolz: „Das da vorne sind meine beiden Enkelinnen. Sehen sie nicht wunderhübsch aus?“ Sie strahlte den Mann an, der zurückhaltend nickte. „Sie sind ja so begabt!“, fuhr Wilhelmine fort, ohne auf die Zwillinge zu achten. Der Mann nickte wieder und rückte ein Stück von ihr weg. Wilhelmine runzelte die Stirn und sah wieder zur Bühne. <br /><br />Schon auf den ersten Blick erkannte sie, dass etwas nicht stimmte. Marie und Lena tanzten vorne, während zwei andere Mädchen dahinter ein großes Tuch festhielten, unter dem sich eine fünfte Tänzerin verbarg. Aus Maries zugeklebter Frisur hatten sich kleine Strähnen gelöst, Lena wirkte atemlos. Alle Aufmerksamkeit war auf die beiden gerichtet, bis die beiden anderen Tänzerinnen das Tuch lüfteten und die am Boden kauernde Ballerina zum Vorschein kam. Lena und Marie griffen sich je einen Zipfel des Tuches. Gerade als sich das fünfte Mädchen aufrichtete, ließ Lena das Tuch los. Es wehte sanft zu Boden, der Tänzerin in der Mitte zwischen die Füße, die daraufhin stolperte und stürzte. Ein erschrockenes Raunen ging durchs Publikum. Das Mädchen richtete sich rasch auf und fand ohne Probleme in den Tanz zurück. Lena angelte derweil nach der Tuchecke, die sich immer wieder ihrem Griff entzog, weil die anderen drei ihre Bewegungen weiterhin wie geplant vollführten. Endlich erwischte sie den Stoff. <br /><br />Während die vier Tuchträgerinnen reglos verharrten, schoss Marie Blicke wie Pfeile auf ihre Schwester, weshalb sie ihren Einsatz verpasste. Wilhelmine rutschte etwas tiefer in ihrem Sitz. Erneut wurde das Tuch hochgewirbelt, und erneut entglitt es Lena. Sie stöhnte verzweifelt und gut hörbar, sah auf ihre Hand und rieb sie heftig an ihrer Hose ab. Mit einem unmissverständlichen Geräusch zerriss der dünne Stoff der Länge nach und gab Lenas Knie frei. Die Ballerina im Vordergrund vollführte eine Drehung auf einem Bein. <br /><br />„Das ist nur deine Schuld!“, jaulte Lena auf und angelte nach dem Tuch. Dabei stieß sie versehentlich das Mädchen vor ihr an, das erneut hilflos zu Boden stürzte. Im Hintergrund betraten weitere Tänzerinnen die Bühne und wirkten orientierungslos. Wilhelmine war sich sicher, dass sie hätten tanzen sollen, doch sie schienen ihren Einsatz verpasst zu haben. Das Orchester spielte unbeirrt weiter die ruhige Melodie. <br /><br />Lena wollte dem Mädchen, das am Boden lag, helfen und ging zu ihr. Marie gab den Tanz nun auch auf und trat zu den beiden. Während sie gemeinsam der Ballerina auf die Beine halfen, rutschte Marie in ihren Spitzenschuhen aus und schlitterte ein Stück vorwärts, landete auf ihrem Hintern und fiel dann mit einem lauten Krachen in den Orchestergraben. Die Geigen gaben ein jämmerliches Quietschen von sich, dann verstummte die Musik. Madame Celine kam wutentbrannt auf die Bühne gestürzt, Frieder und Dorothee eilten nach vorne, um nach ihrer verunglückten Tochter zu sehen, und Wilhelmine nutzte die Gelegenheit, um sich davonzustehlen. <br /><br /><br /><br />Später am Abend, als Lena und Marie todunglücklich und beschämt in ihren Betten lagen, betrat Wilhelmine das Zimmer der beiden. „Na, ihr zwei, wie geht es euch?“ Sie brauchte keine Antwort, die Mädchen hatten verheulte Gesichter und rote Nasen. „Ich weiß, das kommt euch jetzt wie der Weltuntergang vor, aber in ein paar Jahren könnt ihr sicher darüber lachen“, versuchte sie, die beiden zu trösten. <br /><br />„Lachen?“, näselte Lena erstickt. „Madame Celine hat uns rausgeworfen. Wir können uns nirgendwo mehr blicken lassen.“ „Keine Ballettschule der Welt wird uns mehr aufnehmen“, bestätigte Marie schniefend. <br /><br />Wilhelmine setzte sich auf den Rand ihres Bettes. „Ich möchte euch etwas geben. Bis jetzt habe ich es nicht geschafft, mich davon zu trennen, denn es hat eurem Großvater gehört. Ich weiß, er hätte gewollt, dass ihr es bekommt, doch ich konnte es einfach nicht, ich habe ihn so schrecklich vermisst. Doch jetzt ...“<br /><br /> Sie hielt inne. „Heute ist ein besonderer Tag, für euch und auch für mich. Deshalb glaube ich, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“ Wilhelmine reichte jeder einen kleinen Gegenstand. „Das sind zwei Murmeln. Wertvoll sind sie nicht, aber sie haben eurem Großvater sehr viel bedeutet. Als Junge hat er sie von einem französischen Soldaten geschenkt bekommen. Wie es dazu kam, ist eine andere Geschichte, aber die Murmeln waren immer eine Erinnerung an Freundschaft, Hoffnung und Versöhnung für ihn, und ich hoffe, das werden sie auch für euch sein. Denkt an diesen Tag, wenn ihr die Murmeln betrachtet, und an das, was wirklich wichtig ist.“ <br /><br />„Erzählst du uns die Geschichte, wie Opa die Murmeln bekam?“, bat Marie. Wilhelmine nickte. „Ganz bestimmt, aber nicht mehr heute.“ Leise schloss sie die Tür hinter sich. Wenn sie ihren Enkelinnen von Theodor erzählte, würde sie ihnen auch von den Murmeln und ihrem Großvater berichten, denn das alles gehörte irgendwie zusammen. Und sie würde nicht bis Weihnachten damit warten.</p>]]></content:encoded>
			<title> Teil 1 "Das wundersame Weihnachtsgeschenk"</title>
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			<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 12:20:53 +0100</pubDate>
			
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