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»Betet man beim Yoga andere Götter an?«

Melanie, 18// Kann ich nicht einfach aus Spaß Yoga machen? Oder sollte ich als Christ die Finger davon lassen?

Tatsächlich hat Yoga keinen christlichen Hintergrund. Yoga stammt aus Indien und ist eine philosophische Lehre, dessen Wurzeln im Hinduismus und Buddhismus liegen. Sie umfasst eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen. Ganz generell geht es im Yoga darum, dass man zur Selbsterkenntnis kommt. An sich ist das nichts Schlimmes. Nur sind die Wege dahin im Yoga stark mit dem religiösen Denken und Handeln des Hinduismus, in dem viele Götter verehrt werden und des Buddhismus, in dem es um Selbsterlösung geht, geprägt. Das ist mit dem Glauben an Jesus nicht vereinbar. Denn Jesus lehrt uns, dass es nur einen Gott gibt und dass wir uns selbst nicht erlösen können. Allerdings haben viele Dinge, die in Deutschland als Yoga bezeichnet werden, nichts mehr mit dem zu tun, was in Indien gelehrt wird. Oft geht es nur um körperliche und geistliche Entspannung. Deswegen sollte man sich jedes Angebot genau anschauen. Wenn es z. B. bei der Physiotherapie um Yoga-Übungen mit bestimmten Bewegungen und Atmungstechniken geht, würde ich mir keine Gedanken machen. Wenn es aber um spirituelle Dinge geht, wie Meditation mit religiösen Texten, würde ich es nicht mitmachen. Nicht, weil man dann unbewusst Götter anbetet. Sondern, weil das dem Glauben an Jesus widerspricht.

help!_Klaus Engelmohr ist in Japan geboren und aufgewachsen und hatte schon als Kind mit fernöstlichen Religionen zu tun.

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