Fair Trade | Schritt für Schritt in eine faire Welt

In der TEENSMAg-Ausgabe 4/15 haben wir mit der ehemaligen TEENSMAG-Redakteurin Anja Schäfer gesprochen, die in den letzten Jahren ihr Leben nach und nach fairer gestaltet hat und nun ein Buch darüber geschrieben hat (Anja Schäfer „Ganz schön fairrückt. Wie ich anfing, mich für Gottes gute Welt einzusetzen“, SCM R. Brockhaus). Hier verraten wir euch noch ein paar Tipps und hilfreiche Links.

Grundsätzlich gilt: Einfach mal anfangen! Schon ein kleines bisschen fairer zu leben, ist viel wert und macht einen direkten Unterschied! Wenig ist besser als nichts. Mach das zu deinem Motto und geh die ersten Schritte in eine faire Welt.

 

Tipp 1: Leihen statt Kaufen

Fair leben heißt nicht nur, Fair Trade-Produkte zu kaufen, sondern grundsätzlich mal sein Konsumverhalten zu hinterfragen. Muss wirklich alles immer neu sein? Muss man wirklich immer alles kaufen oder kann man sich nicht auch Dinge von anderen leihen? Wenn dein nächstes Motto: Leihen statt Kaufen wird, hilfst du, Ressourcen zu sparen. Denn wer Dinge wirklich bis zum Ende benutzt, hilft mit, dass weniger Dinge produziert werden müssen. Das spart Strom, Wasser, CO2, Energie etc.

– In der örtlichen Bibliothek findest du spannende Bücher, herzzerreißende Romane, interessante Bücher für dein nächstes Referat, Zeitschriften und oft sogar auch Hörbücher, DVDs und Spiele. Geh doch mal hin!

– Veranstalte mit deinen Freunden eine „Kleidertauschparty“. Jeder bringt 5 Teile mit, die den eigenen Kleiderschrank vollstopfen und nicht mehr getragen werden. Probiert die Teile an und bewertet euren Look. Am Ende darf jeder das mitnehmen, was ihm gefällt.

– Du benutzt deine Playstation, dein Fahrrad, das Monopoli-Spiel oder deine Inline-Skates nur einmal im Jahr? Vielleicht hat dein Kumpel Bock, die Sachen auch mal zu benutzen. Bei dir stehen sie dann nicht verstaubt rum und du kannst anderen eine Freude machen. Deal?

– Auch Bücher und Lernskills kann man tauschen: zum Beispiel auf bookelo.com/de oder auf skillshare.com

 

Tipp 2: Regional statt Global

Klar, die Globalisierung ist gar nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag und hat natürlich auch Vorteile. Wer will schon gerne auf Ananas, amerikanische Serien oder Mangas verzichten? Doch beim Einkaufen gilt: Je näher die Teile produziert werden, desto besser.

– Sprich doch mal mit deinen Eltern. Vielleicht gibt es einen Hofladen, einen Metzger, der Fleisch von regional gezüchteten und geschlachteten Tieren verkauft, ein Erdbeerfeld oder eine Obstplantage zum Selberpflücken oder einen Milchbauern, der die Milch direkt an die Haustür bringt.

– Obst- und Gemüsekisten: Wer experimentierfreudig ist, sollte unbedingt mal gucken, ob Bauern in der Nähe eine Obst- und Gemüsekiste vorbeibringen. Die kosten zwar ein bisschen was, sind aber randvoll gefüllt, mit frisch geerntetem und regional angebautem Obst und Gemüse. Pastinakenschaumsuppe, Mangold-Salat und Grünkohlbratlinge – das klint gar nicht so schlecht, oder?

 

Tipp 3: Aufs Siegel und die Marke achten

In der ganzen Bio-, Fair-Trade- und Ökowelt ist es gar nicht leicht, den Überblick zu behalten und zu checken, welchen Produkt man wirklich Glauben schenken kann, dass es gut, ökologisch sauber und fair produziert wurde.

– Die größe Organisation für fairen Handel gepa hat gerade Geburtstag gefeiert. Seit 40 Jahren setzen sie sich nun schon für faire Arbeitsbedingungen, für eine faire Bezahlung und gegen Kinderarbeit ein. Deshalb kennen sie sich ziemlich gut aus und zeigen auf ihrer Website nicht nur viele Produkte, sondern auch eine Liste mit Siegeln, den man vertrauen kann und geben Infos und Tipps für einen fairen Konsum. Sauber!

– Aber auch Weltläden und andere Organisationen helfen gerne im Siegel-Dschungel: weltlaeden.de, Oxfam.de, el-puente.de, dwp-rv.de

– Auch bei Klamotten gibt es Dinge, die man beachten und Siegel, auf die man schauen kann. Infos dazu gibt es zum Beispiel von der Micha Initiative und auf saubere-kleidung.de.

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