Wilde Achterbahn-Sause

Frei von der Angst

Warum wir uns neuen Herausforderungen stellen sollten

»Geilster Job der Welt!«, denke ich, als ich von der TEENSMAG-Redaktion ins Phantasialand zur Premiere der neuen Themenwelt geschickt werde. Ich soll testen, wie es ist, sich von »seiner Angst zu befreien«. … Welche Angst, das wird mir klar, als ich vor dem schnellsten Multi-Launch-Coaster (das Fachwort für eine Achterbahn dieser Art) der Welt stehe: Dem Tyron, einem beeindruckenden Koloss aus Stahl und Holz. Mein Blick wird begleitet vom panischen Geschrei der Fahrgäste. Mir wird mulmig …

 

Außerhalb des Freizeitparks

Ob wilde Achterbahn oder erste Fahrstunde: Wenn wir vor etwas stehen, dem wir vorher noch nicht begegnet sind, sind wir erstmal unsicher. Eine normale Reaktion: Angst. Die meisten von uns macht es ängstlich, nicht zu wissen, was als nächstes passiert. Und dann müssen wir eine Entscheidung treffen: Stellen wir uns der Herausforderung, oder weichen wir ihr aus? Sind wir bereits etwas zu riskieren? Und was, wenn es daneben geht?

 

Das Problem mit der Angst

Wir Menschen neigen dazu, schwierigen Herausforderungen auszuweichen und lieber leichtere Wege zu nehmen. Wir mögen es bequem. Vor neuen, unbekannten Dingen haben wir oft Angst, einfach, weil wir sie nicht kennen. Erstmal verständlich, aber: Wir können zu richtigen Sklaven unserer Angst werden.  Und dann haben wir ein Problem. Immer dann, wenn wir Herausforderungen ausweichen, geben wir unserer Angst nach und ihr damit ein bisschen mehr Raum in unserem Leben. Wenn wir dem nichts entgegensetzen, lassen wir uns am Ende bei allem von ihr diktieren, was wir zu tun haben.

Als Christen haben wir dabei doch eine klare Ansage bekommen – und zwar direkt im ersten Gebot: »Du sollst keine anderen Götter haben als mich« (2. Mose 20,3). Wenn wir der Angst folgen, dann kann sie auch zu so etwas wie einem Gott in unserem Leben werden, zu einem Götzen, der uns kontrolliert. Wir sind von ihr gesteuert, völlig gefangen.

 

Ruf in die Freiheit

In der Bibel steht, dass Gott uns seinen Geist schenkt, wenn wir ihm folgen. Einen Geist der der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim 1,7). Was für ein großartiges Versprechen! Kraft und Besonnenheit statt Ängstlichkeit ist uns geschenkt. Aber nicht nur durch seinen Heiligen Geist sind wir frei, sondern auch durch unseren Status. Wenn wir ihm folgen, dann macht uns das zu seinen Kindern (Galater 4,7). Und Kinder genießen immer eine ganz besondere Art der Freiheit.

 

Wir dürfen uns ausprobieren

Wenn wir uns zu einem Leben mit Gott entscheiden, binden wir uns. Doch es ist eine Bindung, die uns nicht begrenzt, sondern befreit. Denn als Kind darf ich sicher sein, dass ich beschützt bin, egal, was ich tue. Ich kann mich ausprobieren, kann etwas wagen. Da ist jemand, der ein Auge auf mich hat. Das erlaubt mir eine viel größere Freiheit in meinem Tun, als ich sie sonst hätte, denn ich stehe unter seinem Schutz. Und habe das Versprechen, dass ich geliebt bin, egal, was da kommt. Ich darf mutig sein, brauche mich nicht zu verstecken. Gott ist an meiner Seite.

 

Und jetzt?

Natürlich stürzen wir uns nicht kopflos in jede Gefahr, die sich uns bietet. Es ist schließlich nicht nur ein Geist der Freiheit und Stärke, sondern auch der Besonnenheit. Und nicht jede Herausforderung, die sich uns stellt, dient uns. Doch es gibt eben auch solche, die Gott nutzen möchte, um neue Gaben in uns hervorzubringen: Die neue Aufgabe, die vor uns liegt. Mehr Verantwortung. Schwierige Situationen in Beziehungen. Diese gilt es, zu erkennen, zu durchleben und daran am Ende zu wachsen.

Egal, welche Herausforderung vor uns liegt: Gott ist bei uns. Er liebt uns und er kennt unser Herz. Ob wir nun den Mut fassen oder vor dem Unbekannten zurückschrecken.

 

Wir sind nicht allein

Ich habe mich der Achterbahn gestellt, aber nicht allein. Ich hatte zum einen meinen guten Freund Simon an meiner Seite. Und vor allem war Gott dabei. Ein ganz wichtiger Punkt: Wir müssen uns unseren Herausforderungen nicht allein stellen! Wir haben Freunde an unserer Seite. Und immer einen Gott, der uns sieht, jeden Einzelnen. An diesem Tag hat er uns einen Geist der Freiheit geschenkt. Und damit eine Menge Spaß und neue Erfahrungen, die man später nicht vermissen möchte. Es lohnt sich, wenn wir uns Herausforderungen stellen. Lasst uns Kinder Gottes sein – und nicht Sklaven der Angst.

 

 

_Lasse Eggers durfte die schnellste Achterbahn der Welt testen. Dafür musste er sich allerdings erstmal von seiner Angst befreien.

 

 

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