»Mein Freund kifft«



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Jana, 17// Ich bin seit neun Monaten mit meinem Freund zusammen, der am Anfang noch nichts von Jesus wusste. Ich habe ihm viel von Jesus erzählt und ihn auch mit in die Gemeinde genommen. Er hat angefangen, sich für Jesus zu interessieren, aber richtig »Klick« gemacht hat es noch nicht. Jetzt habe ich durch Zufall rausgefunden, dass er gelegentlich kifft und als ich ihn darauf ansprach, log er mich an. Das war ein Schock für mich! Ich bin total ratlos; ich weiß nicht, ob ich aufgeben soll oder ob ich weiter versuchen soll meinen Freund näher zu Jesus zu bringen.

Ich möchte dir hier ein paar Gedanken zu deinen Fragen schreiben und bete, dass Gott in den nächsten Tagen echt zu deinem Herzen spricht und dir beim Sortieren deiner Gedanken und Gefühle hilft! Weißt du, Gott hat dich gemacht und er liebt dich mega! Er möchte dein Bestes – und will dir auf keinen Fall etwas vorenthalten, was nicht gut für dich wäre. Und er möchte auch nicht, dass etwas in deinem Leben ist oder bleibt, was dir schadet. Kennst du das Bild aus Psalm 23, wo Gott als der gute Hirte beschrieben wird? Dort steht, dass sich Gott persönlich um dich kümmern möchte. Dass er sich, wie ein guter Hirte, umsorgen will: Dich mit allem versorgen, dich leiten möchte. Er liebt dich nämlich sehr! Du bist soooo wertvoll für ihn! Bleib nah dran an deinem Hirten, von dem es heißt, dass er uns auf einem guten Weg leiten wird. Nicht irgendwohin in die Pampa. Nein, dein guter Hirte bringt dich auf ne fette saftige Wiese! Das heißt auch: Gott möchte dir helfen, gute Entscheidungen zu treffen. Denn darum geht es ein Stück weit ja, oder? Du fragst, ob deine Beziehung gut ist oder ob du unter den derzeitigen Umständen mit deinem Freund weiter zusammen sein solltest – oder eben nicht. Oder wie du mit den Lügen über das Kiffen umgehen sollst – sollst du es ansprechen, oder nicht? Zumindest könnte ich es sehr gut verstehen, falls du dir solche Fragen stellst! Und weißt du, das sind alles Fragen, die mit Entscheidungen zu tun haben. Denn es geht ja darum, wie's weitergehen soll. Die gute Nachricht dabei lautet: Wenn du mit Jesus unterwegs bist, hast du alle Voraussetzungen, im Leben gute Entscheidungen zu treffen! Gott traut dir was zu. Und hilft dir dabei. Hey, Jesus wohnt in dir – du hast also alles, was du brauchst, um gut entscheiden zu können! Weißt du: Jesus wird uns nie zu etwas zwingen. Er wird dich weder zwingen, deinen Freund zu verlassen, noch dazu, mit ihm zusammen zu bleiben. Gott hat uns einen freien Willen gegeben. Ja, wir können Gott unser Leben anvertrauen – aber das geschieht freiwillig. Nicht, weil Gott uns dazu zwingen würde. Wie du dich also in den nächsten Tagen entscheidest, wie du mit deinem Freund und der Situation umgehen wirst, liegt bei dir: Du entscheidest. Aber wenn du magst, wird Gott dir dabei helfen. Wie das ablaufen soll? In dem du nah an Gott dran bleibst. Zeit mit Ihm verbringst. Ein Schaf gehört zu seinem Hirten. In seiner Nähe findet das Schaf alles, was es braucht. Das Ganze ist eine Beziehung. Ich schätze, Gott wird dir nicht einen Brief vom Himmel fallen lassen auf dem steht, was du tun sollst. Das wünschen wir uns manchmal, oder? Aber: Gott will nicht, dass wir stur seinen Vorgaben folgen. Was wäre das für ein Leben?! Nein, Gott will mit uns unterwegs sein. Er will eine Beziehung mit uns. Daher: Bleib einfach nah an Ihm dran und im Gespräch mit ihm! Hier ein paar Möglichkeiten, die helfen können wenn's um Entscheidungen auf dem Weg geht

• Sprich mit Gott über das Ganze. Sei dabei echt und ehrlich – Gott versteht dich.

• Spricht mit anderen Personen darüber (das hast du z.B. mit deiner Frage an uns gemacht.

• Bitte Freunde/Familie, dafür zu beten

• Lies in der Bibel: Was sagt sie zu deinen Fragen?

• Versuch herauszufinden, was du wirklich möchtest: Was wünsche ich mir eigentlich? Was macht die Beziehung aus mir? Was sollte Anders sein?

• Sprich mit Betroffenen (in dem Fall auch ganz offen mit deinem Freund)

• Versuch kleine Schritte zu gehen wenn du etwas erkannt hast. Häufig weiß man nicht schon den ganzen Weg, aber vielleicht einen nächsten kleinen Schritt.

Ich möchte dich wirklich ermutigen, mit deinem Freund über die ganze Situation zu sprechen. Ich weiß nicht, ob du das schon getan hast? Hast du ihm erzählt, dass du vom Kiffen weißt und es nicht für richtig hältst? Habt ihr darüber gesprochen, dass es dich geschockt hat, dass er dich anscheinend anlügt? So ein Gespräch kostet enorm viel Mut – aber es ist echt notwendig wenn man zusammen unterwegs sein möchte. Und ich habe schon häufig die Erfahrung gemacht, dass nach so einem Gespräch schon Vieles viel klarer war. Daher: Trau dich! Sag deinem Freund, wie es dir derzeit geht und behalte das nicht für dich. Das wär nicht fair – weder für dich, die du leidest, noch für deinen Freund, der ja sonst gar nichts davon weiß?! Was wichtig ist: Du bist nicht für deinen Freund verantwortlich! Weißt du, du kannst ihn nicht dazu bringen, an Gott zu glauben oder mit dem Kiffen aufzuhören. Das ist alleine die Entscheidung deines Freundes. Klar, du darfst dir das natürlich wünschen und auch dafür beten und darüber sprechen – aber du könntest dich auf den Kopf stellen und es würde sich nichts ändern, wenn dein Freund nicht möchte. Wir können Menschen nicht ändern. Nicht auf Dauer. Das kann nämlich nur Gott. Und Gott macht das nur in Zusammenarbeit mit uns. Er drängt sich niemandem auf – auch deinem Freund nicht. Daher will ich dich ermutigen, deinen Freund echt in Gottes Hand zu legen. Immer wieder. Jeden Tag neu. Loslassen und Gott vertrauen ist ne mega Herausforderung. Aber es liegt auch eine große Verheißung darauf. In Psalm 37 steht: »Lass den Herrn die Quelle deiner Freude sein, Er wird dir geben, was dein Herz braucht. Leg dein Schicksal in Gottes Hand. Verlass dich auf Ihn – Er macht es richtig. « Wir sind im Leben immer wieder herausgefordert, Entscheidungen zu treffen. Das gilt für dich – und auch für deinen Freund. So wie du dich entscheiden musst, wie du weitermachen möchtest, muss er das auch. Möchte er weiterhin kiffen und seine Freundin anlügen? Wenn dem so ist, kannst du das nicht ändern. So hart das klingt. Entscheidungen kann nur der Entscheidungsfäller treffen. Wir können andere bitten oder sie beraten – die Entscheidungen trifft aber jeder für sich. Daher wünsche ich dir gute Entscheidungen in den nächsten Tagen und Wochen. Du darfst dabei wissen: Gott ist dein guter Hirte. Er lässt dich nicht im Stich. Und wenn wir uns mal falsch entscheiden oder aus der Herde ausbüchsen oder vom Weg abkommen: Dann geht Gott uns nach und hilft uns zurück. Er lässt sein Schäfchen nicht verloren gehen. Dafür bist du Ihm viel zu wichtig!

Noch 3 Fragen zum Weiterdenken...

• Was müsste passieren, damit die aktuelle Situation in Ordnung kommt?

• Was kann ich dazu beitragen? (Was ist mein Part? Was ist nicht mein Part?)

• Mit wem könnte ich diese Woche über meine Sorgen sprechen – wer kann mich unterstützen?

Help!_Julia


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Kommentare zu diesem Eintrag: (2 insgesamt)

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    Edeltraud.J hat (um Uhr) geschrieben:

    Re: : »Mein Freund kifft«

    Ich habe mich vor vierzig Jahren von meinem ersten Geliebten getrennt, als ich herausfand, daß er hinter meinem Rücken rauchte und nicht damit aufhören wollte bzw. konnte. Also würde ich mich erst recht von einem Geliebten trennen, der Rauschgifte (legale wie illegale) konsumiert. Ich empfände sofort eine dermaßen starke Abneigung gegen diesen Menschen, daß ich nicht länger mein Leben mit ihm teilen könnte. Wer sich Rauschgiften zuwendet, handelt extrem unvernünftig und nimmt billigend in Kauf, von ihnen abhängig zu werden. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.

    Sprechblase mit StiftDirekt auf diesen Beitrag antworten

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    candle15 hat (um Uhr) geschrieben:

    RE: : »Mein Freund kifft«

    Finde ich gut, der Gedanke, dass man nicht für andere verantwortlich ist bzw. nicht für sie entscheiden kann bzw. muss.

    Sprechblase mit StiftDirekt auf diesen Beitrag antworten

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