Du nimmst Gottes Ratschläge für dein Leben total ernst. Respekt! Manch einer schwimmt da eher mit der Masse mit, du nicht. Wenn wir uns überlegen, wie wir Gottes Gebote in unserem Leben umsetzen, stellt sich ja immer die Frage, ob wir sie wörtlich nehmen oder ob Spielraum bleibt. Traue ich mich, nach dem Sinn hinter den Geboten zu fragen und dann entsprechend so zu handeln? Oder bleibe ich hart, also in deinem Beispiel: Heilige ich den Feiertag nur, wenn ich gar nichts mache, was auch nur annähernd nach Arbeit aussieht?
Ich finde es hilfreich zu fragen, wie unser Leben gesegnet wird, wenn wir Gottes Gebote halten. Wenn du dir Zeit nimmst für Gott, für dich, für deine Familie, dann kriegst du sonntags den Kopf frei, tankst Kraft für die neue Woche und bleibst mit Gott in Verbindung. Gott selbst hat am siebten Tag geruht, daher übernehmen wir am Sonntag dieses Konzept. Sonntags arbeiten auch viele Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten und Feuerwehrleute, auch die Pastoren. Gilt für sie nicht auch das Gebot? Oder stehen das Gebot der Nächstenliebe und der gesunde Menschenverstand, dass diese Arbeit auch sonntags gemacht werden muss, darüber?
Christen, die in diesen Berufszweigen arbeiten, werden versuchen, andere Zeiten zu finden, in denen sie mit Gott Zeit verbringen, um so einen Ausgleich herzustellen. Vielleicht ist dann der Samstag ihr Sonntag. Warum sollte das nicht gehen? Wenn du also sonntags Handball spielst, dann solltest du abwägen: Wie wichtig ist mir die Gemeinschaft mit den Handballfreunden? Kann ich in absehbarer Zeit Sonntagsspiele vermeiden? Finde ich andere Zeiten, in denen ich Ruhe habe, die Woche zu überdenken und Kraft zu sammeln? Kann ich mit meinen Handballern vielleicht sogar über den Glauben ins Gespräch kommen?
Es hat keinen Sinn, Gott nur den Platz zu geben, der im Leben gerade mal übrig ist. Wenn du für Gott auf etwas verzichtest, zeigt sich, wie wichtig er dir ist. Dieser Verzicht muss aber nicht das Handball sein, sondern vielleicht eine Gebetszeit vor dem Frühstück, für die du täglich eine halbe Stunde früher aufstehst. Denn Gott kommt es auf eine innere Haltung an, nicht auf die Erfüllung von Äußerlichkeiten.
help!_Marco Wolff ist Lehrer, liebt Mountainbiking und leitet ein Jugendcafé.
Kommentare zu diesem Eintrag: (25 insgesamt)
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Blessed-by-God hat (um Uhr) geschrieben:
: »Darf ich sonntags Handball spielen?«
Also ich persönlich mache auch Sport und habe oft sonntags Wettkämpfe,und hab mir schon manchmal auch die Frage gestellt.Bei uns im Bezirk gibt es eine Jugendgemeinde bei der der Gottesdienst eigentlich immer Sonntag abends stattfindet und dadurch hab ich dann eigentlich was passendes gefunden:) vieleicht gibt es das ja auch in anderen Bezirken oder Gemeinden denn dann kann man Morgends sport machn und Abends gottesdienst feiern und z.B dass Wochenende echt noch cool abschließn;)
Siowiel hat (um Uhr) geschrieben:
Re: : »Darf ich sonntags Handball spielen?«
Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.
Wenn es so ist, daß gelegentlich mal ein Spiel Sonntag ist, sehe ich absolut kein Problem. Wenn es absolut jeden Sonntag über einen längeren Zeitraum ist, und die Gemeindeaktivitäten nur am Sonntag stattfinden, wäre eine andere Prioritätensetzung wohl schon am Platz, weil man dann am Gemeindeleben eben gar nicht mehr teilnehmen kann.
Allerdings ist das ja nicht zwangsläufig so, z.B ist in kath. Gemeinden die Vorabendmese in der Regel Standard.
Sport mit "Arbeit" zu vergleichen, die am heiligen Tag verboten ist, halte ich allerdings für nicht sinnvoll, dieser Tag soll unter anderem eben auch der Erholung des Menschen dienen, und das funktioniert für viele besonders gut beim Sport, nicht nur beim Stillsitzen.
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