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»Ich wollte ihn zum Positiven verändern.«

Lisa, 15// Ich habe einen Jungen auf einer Freizeit kennengelernt und wir haben uns verliebt. Doch kurze Zeit darauf brach er den Kontakt ab. Jetzt hängt er wieder mit Leuten rum, die trinken und ihn von Gott wegbringen.

Die meisten Jungs und Mädchen in deinem Alter machen solche Erfahrungen. Man verliebt sich (oft im Urlaub), dann sieht man sich längere Zeit nicht. Das »normale« Leben in der Heimat geht weiter. Spannend wäre, die Geschichte von der Seite des Jungen zu hören. Denn oft sind unsere eigenen Geschichten einseitig erzählt und wir vergessen schnell, wo wir vielleicht auch einen Fehler gemacht haben. Das will ich dir nicht unterstellen. Wichtig ist nur, zu verstehen, dass es immer zwei Geschichten gibt. Ich finde es gut, dass du dir Sorgen um den Jungen machst! Doch du solltest nicht vergessen, dass du nicht die bist, die andere retten oder verändern kann oder glücklich macht. Das bedeutet nicht, dass du ihnen nicht helfen darfst. Aber, wie er nun weiterlebt, liegt nicht in deiner Verantwortung. Lass ihn sein, wie er ist. Klar können wir unseren Freunden Mut machen, weniger Alkohol zu trinken. Aber wenn wir sie die ganze Zeit belehren, wollen sie vielleicht auch keinen Kontakt mehr mit uns. Sag deine Meinung, aber akzeptiere auch seine. Jesus war ähnlich. Er hat die Menschen und ihre Meinung ernstgenommen. Er hat ihnen aber auch gesagt, was sie anders machen können. Ehrlich und liebevoll zugleich. Schau mal in Lukas 19, 1-10 nach.

help!_Siegmar Lindel wohnt mit seiner Familie in Minden. Und arbeitet als Sozialarbeiter.

 

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