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#Let’s talk about sex.

Sex! Alle finden dieses Thema aufregend und wollen mehr erfahren, aber viele sind verunsichert und trauen sich nicht, Klartext zu reden. Dabei ist es gerade hier so wichtig, offen und authentisch zu sein. Einmal mehr zeigt sich das in der Umfrage, die Lisa für euch gestartet hat. Die besten Tipps rund um das Reden über Sexualität hat sie hier aufgeschrieben: 100% authentisch und getestet. Hinter jedem # steht das Zitat eines Befragten.

Das TEENSMAG-Team glaubt, dass es extrem wichtig ist, über Sexualität zu reden und sich sein eigenes Bild davon zu machen, was man selbst für richtig hält. Es gibt unfassbar viele Meinungen und Ansichten darüber – allein schon in der christlichen Welt. Von den Medien ganz zu schweigen. Aber keine Panik: Auch beim Thema Sex kann man lernen, wie man sich informiert, eine eigene Meinung bildet und darüber reden kann. Das zeigt unsere kleine Umfrage. Vielleicht ist bei den Tipps unserer Kollegen etwas für dich dabei? Das können wir gerne im Blog unten diskutieren!

 

Talk Talk Talk

#Funkstille: Nicht darüber zu reden, macht auch etwas mit dir! Wer ein Geheimnis aus der Sexualität macht, wenn Familien nicht darüber reden oder wenn Gemeinden es totschweigen, entsteht bei dir das Bild: »Man spricht nicht über Sex. Das ist also ein Tabu, etwas Verbotenes. Darum kann es nicht gut sein.« Dabei hat Gott uns so ein wunderbares Geschenk gemacht, als er die Sexualität geschaffen hat! Auch, wenn das jetzt alles noch seltsam erscheint, gehört es zum Leben ganz selberverständlich dazu. Deswegen darfst du dich auf dieses Thema einlassen!

#Angstfrei: Hab keine Angst, über Sexualität zu sprechen. Sie ist ein Geschenk, etwas Gutes, Leben schaffendes, aufregend, wunderschön erdacht. Und in den Augen Gottes etwas zutiefst Heiliges.

#Identität: Bevor du mit einem Gegenüber diskutierst, solltest du dich und deine Identität kennenlernen: Wer bist du? Was magst du? Wo sind deine Grenzen? Diese Fragen beschäftigen dich wahrscheinlich dein ganzes Leben lang. Wenn du dir dazu jetzt schon Gedanken machst, kannst du alles, was später Sex und Körperlichkeit betrifft, besser darin einordnen – so wie DU es leben möchtest.

#Bewunderung: Obwohl ich sonst nicht mit Fremden darüber spreche, habe ich mal einer Arbeitskollegin erzählt, dass ich noch nie Sex hatte. Ich hatte erwartet, dass sie – und alle anderen – mich deshalb komisch finden. Sie hat mich total bewundert und fand es richtig stark von mir. Da habe ich gelernt, dass es viele gar nicht so seltsam oder uncool finden.

#Humor: In meiner Familie sind wir mit der Thematik locker umgegangen. Wir konnten auch darüber lachen und haben es nicht versteckt oder in eine peinliche Ecke geschoben. Es ist viel wert, wenn das in der Familie möglich ist.

#Zuhörer: Es ist wichtig, mindestens einen Freund/eine Freundin zu haben, mit der du dich darüber austauschen kannst. Darüber, was du gemacht hast, denkst, fühlst – und was Gott darüber denkt.

  • In dieser Freundschaft muss das Vertrauen stimmen.
  • Bei demjenigen solltest du dich angenommen fühlen, wie du bist. Dann wirst du nicht angeschnauzt, falls ihr etwas hitzig diskutiert.
  • Es sollte möglich sein, dass ihr euch ganz ehrlich die Wahrheit sagt und alles fragt, ohne zu verurteilen. Auch, wenn es weh tut. Diese Vertrauensperson kann dich an deine Vorsätze erinnern, falls Mr./Mrs. Perfect in dein Leben tritt und alles durcheinanderwirbelt.

#Eltern: Meine Mama und ich sind gute Freundinnen. Sie hat mich, als ich ein Teenie war, auf das Thema angesprochen, mir alles erklärt. Sie kennt mich richtig gut und konnte daher besser auf meine Situation und Persönlichkeit eingehen, als das irgendein Sex-Ratgeber hätte tun können. Wir haben auch gemeinsam dafür gebetet. Es war zwar erst peinlich und ich habe mich geschämt, aber es hat mir echt weitergeholfen. Also, überwinde deine Scham! Auch Papas können in dem Punkt weiterhelfen. Dass es dich gibt, ist der Beweis, dass er zumindest eine leise Ahnung vom Thema hat…

#Prahlerei: Glaub nicht alles, was deine Schulkameraden erzählen! Es wirkt cool, auf dicke Hose zu machen, aber oft steckt nichts dahinter. Lass dich nicht verunsichern und mach nicht mit bei diesem bescheuerten Spiel. Das hast du nicht nötig.

#Unterricht: Nutze die Zeit, die die Schule für diesen Themenbereich einplant. Es ist für alle komisch, aber gemeinsam könnt ihr echt etwas lernen. Du kannst helfen, dass ihr die Zeit nicht nur mit Kichern füllt, sondern auch die wichtigen Fragen klärt.

#Experten: Überleg gut, welcher Person du dich anvertrauen willst. Mit Fragen zu festen Beziehungen kannst du besser zu einem Paar gehen, das schon lange zusammen ist. Von ihren Erfahrungen kannst du lernen. Das sind die echten  Experten!

#Arzt: Für alle, die es ganz genau wissen wollen oder eine neutrale,  informierte Person suchen, ist der Arzt der richtige Ansprechpartner. Er erklärt dir gerne alle Zusammenhänge – er kennt sich aus und weist dich nicht zurück. Frauen- oder Hausärzte wollen gerne helfen, dass du verantwortungsvoll mit deiner Sexualität umgehst. Und wenn es irgendwann soweit ist, können sie dir auch erklären, welche Verhütungsmöglichkeiten du hast.

 

Für dich alleine

#Meinung: Finde deine eigenen Ansichten! Mach dir Gedanken, entscheide dich und dann steh zu deiner Meinung. Lass dich nicht von einem Partner oder deinem Freundeskreis bequatschen, dass du etwas tun oder denken musst, um geliebt oder be-liebt zu sein! Du bist du und das müssen die anderen respektieren. Übrigens verschwimmen die Vorsätze leicht, wenn man sich verliebt. Dann erinnere dich an deine Grundsätze. Charakterstärke ist sexy!

#Entdeckungstour: Dein Körper verändert sich während der Pubertät. Bevor du dich also mit dem anderen Geschlecht beschäftigst, lern dich selbst genau kennen.  Stell dich einfach mal ohne Klamotten vor den Spiegel und betrachte deinen Körper ganz genau. Was siehst du, wie findest du das? So freundest du dich mit deinem Körper an, verlierst etwas die Hemmungen.

Hast du eine Vorstellung, wie deine Organe im Körper aussehen und funktionieren – insbesondere deine Geschlechtsorgane? Es ist gut zu wissen, was in dir vorgeht. Bücher können dabei helfen.

Im Endeffekt bist du der Experte für deinen Körper. Das kann dir niemand abnehmen, schon gar nicht dein Partner, der sich vielleicht selbst noch nicht kennengelernt hat.

#Lerne dich selbst lieben. Damit schaffst du eine Basis, auf der du eine Liebesbeziehung aufbauen kannst. Außerdem wirkt es übrigens mega attraktiv, wenn jemand mit sich selbst im Reinen ist!

#Pornos vermitteln dir ein falsches Bild, wie Männer und Frauen miteinander umgehen sollten. Viele – auch christliche – Jungs denken wegen Pornos und den Medien, dass es normal wäre, brutal und herablassend mit Mädels umzugehen. Schau dir besser liebevolle Beziehungen an und präge dein Bild dadurch!

#YouTube-Filter: Die Stars von YouTube scheint man persönlich zu kennen, wenn man sie jeden Tag in ihrem Wohnzimmer »besucht«. Manchmal hat man sogar das Gefühl, sie seien echte Freunde Einige von ihnen plaudern auch aus dem Schlafzimmer – vielleicht mehr als deine echten Freunde. Aber da viele Leute zuschauen, werden Fakten gerne aufgepustet. Also sei kritisch und glaub nicht alles, was dir erzählt wird. Und leg immer deinen eigenen Filter darüber, um herauszufinden, wie du das entsprechende Thema angehen willst. Nur weil deine Stars und Idole etwas tun, musst du sie nicht kopieren. Nur du kannst den Weg finden, der zu dir passt.

 

Für euch zwei

#Paartalk: Für jeden ist etwas anderes »normal«. Dadurch kann schnell Druck entstehen: Beispielsweise findet einer Händchenhalten genau richtig, während der andere lieber schon Zungenküsse teilen möchte. Redet miteinander darüber! Nur so könnt ihr gemeinsam den richtigen Umgang miteinander finden. Geht alle Schritte bewusst miteinander und besprecht, was ihr empfindet und wo ihr »steht«.

#Stellenwert: Ich finde, dass Sex von vielen Leuten überbewertet wird! Es ist ein Teil einer Beziehung wie andere auch. Doch der Sex wird häufig so hoch gehängt, dass man nicht mehr entspannt damit umgehen kann. Es gibt noch so viel mehr, über das du dir Gedanken machen kannst – gerade in Beziehungen.

#Unterwegs: Unternehmt viel mit eurem Freundeskreis. Das stärkt eure Freundschaften und bewahrt euch davor, zu intim zu werden.

#Ruhe: Nehmt euch Zeit, einander kennenzulernen und springt nicht zum übernächsten Schritt, bevor ihr den nächsten gemacht habt. Genießt jede Entwicklung eurer Beziehung. Ihr habt genug Zeit, alles auszukosten. So könnt ihr Stein auf Stein eure Beziehung auf eine stabile Basis stellen – das Dach kommt ja auch nicht vor dem Fundament.

#Unterschiede: Nicht jeder mag alles gleich. So kann einer es mögen, am Ohr geknabbert zu werden, der andere es aber eklig finden. Oder einer wird gerne gekitzelt, dem anderen ist das aber zu viel Nervenkitzel, … Nur weil der andere etwas nicht mag, heißt das nicht automatisch, dass er dich nicht mag. Akzeptiert, dass ihr unterschiedlich seid und lernt euch kennen. Habt Spaß am Entdecken und Erforschen.

#Rahmen: Miteinander sexuell aktiv zu sein fordert eine große Verantwortung. Es hilft, wenn die Beziehung in einem festen Rahmen steckt. Darum wollen einige erst heiraten, bevor sie miteinander schlafen. Die Ehe ist ein solcher fester Rahmen, der Schutz bietet und in dem du dich vertrauensvoll fallen lassen kannst.

 

Medientipps

#TEENSMAG Ausgabe 2/16 #Let’s talk about sex.

#Sachbuch »Egosex« von Christina Rammler darüber, was Pornos mit uns machen: http://www.scm-shop.de/egosex.html

#Sachbuch »Pornö« von Christina Rammler zeigt Wege aus der Pornosucht: http://www.scm-shop.de/pornoe.html

#Sachbuch »Mädelskram« von Ute Buth: http://www.scm-shop.de/maedelskram.html

#Sachbuch »Wie Jungs ticken« von Shaunti Feldhahn und Lisa A. Rice erklärt Mädels, wie Jungs drauf sind : http://www.scm-shop.de/wie-jungs-ticken.html

 

_Lisa kam sich zunächst komisch vor, ihr Umfeld zu diesem Thema zu befragen. Aber sie hat schnell gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist und viele gerne helfen wollten.

1 Antwort
  1. Ron
    Ron says:

    Hey, ich find das megacooĺ, dass ihr das Thema auch als ‚christliche Institution‘ so easy seht. Zu meinen Teensmag-Lesezeiten (momentan bin ich zu weit von der Papierausgabe weg) habt ihr ja auch hinundwieder über daa Thema geschrieben, allerdings hatte ich das Gefühl, das ihr dort keine klare Stellung hattet oder diese sich verändert hat.
    Ich find es wichtig, das man auch unter Christen darüber sprechen kann, im meiner Familie wird das eher totgeschwiegen. Und ab einem gewissen Alter und nach dem man sich auch mit dem Warums der biblischen Sicht beschäftigt hat, sollte das jeder für sich entscheiden, was für einen selber gut ist (oder sein kann)

    Antworten

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