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Mein erstes großes Interview

»Lisa, was hältst du davon, demnächst ein Interview zu führen?«, fragt mich meine Chefredakteurin Hella. Als lernwillige Redakteursanfängerin bin ich sofort gespannt und will gerne mein erstes großes Interview führen. Aus Respekt vor der Verantwortung, frage ich jedoch erst mal vorsichtig nach: »Mit wem denn?« »Es geht um Sasha«, ist die Antwort.

Ein deutscher Star

Sasha zählt zu den Musikern, die ich gehört habe, als ich mit Radiohören anfing. So um die Jahrtausendwende. »If you believe in love tonight« war DER Hit, mit dem Sasha den großen Durchbruch hatte und den ich mehrfach auf Kassette aufgenommen hatte. Dafür braucht er nicht mal einen Nachnamen. Teens heutzutage kennen ihn viel eher als Rock’n’Roll-Sänger Dick Brave, der aktuellen Hits eine akustische Elvistolle verpasst, oder aus der Show »Sing mein Song« mit Xavier Naidoo. So oder so hält er sich seit über einem Jahrzehnt in den Charts und macht Eindruck. Auf mich zumindest sehr, weil ich mein erstes Interview mit ihm führen soll. Diese Chance lasse ich mir nicht entgehen und sage zu. In den nächsten Tagen schreibe ich E-Mails mit Sashas Pressevertreterin hin und her, um die Fakten zu klären: Wann soll das Gespräch stattfinden und wie?

Die Recherchen zeigen ihn als Kumpeltyp, der die Journalisten mit Infos versorgt, statt sie aufzufressen. Das ermutigt mich. Echt spannend, was er schon alles gemacht hat. Solange ich keine endgültige Zusage für das Interview habe, lese ich erst mal verschiedene Artikel über ihn und lege mich noch nicht auf eigene Fragen fest. Das mache ich, sobald ich weiß, wann ich mit dem Sänger telefonieren werde.

Sasha bei mir zuhause

Das schnelle Leben der Medienbranche überrascht mich schließlich: Ich bekomme die Anfrage, das Interview in 24 Stunden zu führen – an meinem Urlaubstag! Da ich die Chance nicht entwischen lassen will, sage ich schnell zu und schicke mir sämtliches Material nach Hause. Am Tag des Interviews setze ich mich in ein Café und bereite mich endgültig auf das Interview vor. Während ich meine Latte macchiato genieße, habe ich Sashas neue Single auf den Ohren. »Good days follow …« – der Sänger selbst singt mir Mut zu, mit ihm zu sprechen. Ich habe richtig gute Laune und freue mich auf das Telefonat, weil ich weiß, dass es etwas Besonderes ist. Wohl kaum wird jemand aus diesem Café abends mit einem Superstar sprechen. Der Job des Redakteurs ist echt genial!

Die Fragen stehen, meine Stimme ist geölt, das Diktiergerät liegt neben dem frisch aufgeladenen Telefon. Und dann klingelt es – Sasha ruft bei mir zuhause an. Seine Managerin Julia ist dran, die sich später als seine feste Freundin herausstellt. Denn Sasha ist verliebt und erzählt der ganzen Welt davon. Er selbst ist total sympathisch und beantwortet alle meine Fragen. Ich glaube, sogar ein Augenzwinkern gehört zu haben. Wir lachen zusammen und denken über wichtige Fragen des Lebens nach … Tja, die Liebe beschäftigt eben alle. Nachdem er mir ein schönes Wochenende gewünscht hat, legt er auf. Ich atme auf und freue mich: Mein erstes Interview ist gut gelaufen.

 

Das Interview findet ihr in der nächsten teensmag 2/15, die Mitte Februar rauskommt.

_Lisa hat den tollsten Praktikantenjob der Welt, weil sie nicht nur Kaffee holen muss.

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