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»Mein Freund hat Pornoprobleme.«

Marie, 16// »Er will Veränderung, aber es ist nicht einfach für ihn. Wie kann ich als Freundin damit umgehen? Ich fühle mich teilweise hilflos und ekle mich vor dem, was er tut.«

Deine Reaktion kann ich gut nachvollziehen. Beim Pornokonsum wird dir dein Freund ein Stück weit untreu. Zudem birgt das Anschauen von Pornos Risiken: Seine Vorstellungen von Sexualität ändern sich. Das kann die Beziehung belasten und seine Liebesfähigkeit dir gegenüber beeinträchtigen. Ich empfehle dir, mit ihm darüber zu reden und deinen Wunsch, dass er damit aufhört, klar zu äußern. Wenn du aber zu viel Druck aufbaust, wird er dir seinen Pornokonsum in Zukunft möglicherweise verheimlichen. Da hilft es, wenn du – bei aller deutlichen Ablehnung – auch Verständnis zeigst. Männer sind sexuell schnell reizbar. Daher reagieren sie oft interessiert auf Pornoangebote. Ein Tipp für deinen Freund wäre, die Reize zu beseitigen, also Hefte, DVDs zu vernichten, Dateien zu löschen und den Besuch von bestimmten Internetseiten zu vermeiden. Wichtig ist aber, dass er das auch will. Er wird seine Sexualität selbst steuern lernen müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie offen ihr über eure Bedürfnisse redet. Nur so kann er seine Sehnsüchte auch in eure Beziehung einfließen lassen. Wichtig dabei: Sexualität schafft eine tiefe Verbindung zwischen Menschen, die nicht einfach so auflösbar ist. Das solltet ihr bei eurer Beziehungsgestaltung berücksichtigen. Ich empfehle dir, mit Gott über deine Bedürfnisse zu reden. Er kennt dich, sein Heiliger Geist kann dich unterstützen, mit viel Geduld, aber auch Beharrlichkeit die Beziehung mit deinem Freund zu gestalten.

help!_Marco Wolff ist Lehrer, liebt Mountainbiking und leitet die Theatergruppe seiner Kirchengemeinde.

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