Flickr_nevil-zaveri_listen-to-my-heart

Meine Eltern lachen über meinen Glauben

Tom, 14// Ich bin mit einem Kumpel in den Teenkreis gegangen, weil er dort extrem viel Spaß hat und ich mir das mal ansehen wollte. Irgendwann habe ich auch bei den Andachten zugehört und letzten Monat habe ich beschlossen, dass ich mit Jesus leben will. Deswegen will ich auch etwas in meinem Leben ändern. Als ich meine Eltern gefragt habe, ob wir vorm Essen beten können, haben sie mich ausgelacht. Jetzt traue ich mich nicht mehr, von meinem neuen Leben zu erzählen, obwohl es mir wichtig ist.

Ich freue mich sehr für dich, dass du mit Jesus Christus leben willst. Weißt du, dass deinetwegen eine Party im Himmel gefeiert wurde? (Lukas 15, 7+10) Dass es dir ernst ist, wird daran deutlich, dass du etwas in deinem Leben verändern willst. Sehr cool! Es ist schade, dass deine Eltern deinen »Wandel« nicht nachvollziehen können. Aber wenn ich dich richtig verstehe, war Glaube bei euch zu Hause (auch bei dir) vorher kein Thema. Du kannst also von deinen Eltern nicht erwarten, dass sie gleich mitmachen. Hab Geduld mit ihnen. Das heißt aber nicht, dass du jetzt aufgeben musst. Lebe deinen Glauben so, wie du es für richtig hältst und wie es dir wichtig ist. Wenn du vor dem Essen beten willst, tu es einfach. Dann können deine Eltern sehen, dass es dir ernst ist und nicht nur eine Teenie-Spinnerei, die wieder vergeht. Ich bin der festen Überzeugung, dass man andere vom Glauben an Jesus Christus am besten überzeugen kann, wenn man den Glauben vorlebt. Worte nutzen da oft nicht so viel. Also bete, lies die Bibel und tu das, was Jesus dir sagt – egal, ob andere das albern finden. Geh zum Gottesdienst und lass Jesus zu dir reden. Sprich im Teenkreis über deine Fragen im Glauben – da gibt es sicher noch mehr, die ähnliche Fragen und Probleme haben. Und vielleicht findest du einen Freund, mit dem du für deine Familie beten kannst. Geh deinen Weg mit Jesus und wachse im Glauben – und vielleicht kommen deine Eltern irgendwann mit.

_Christoph ist Pastor, ein Hinterländer und viel unterwegs in Deutschland und der Welt.

2 Kommentare
  1. Praveen
    Praveen says:

    Super! Das freut mich auch riesig, dass du Jesus in deinem Leben hast. Ich habe auch dafür gebetet, dass viele Menschen zum Glauben an Gottt kommen. Weisst du, du bist mit diesem Problem nicht allein. Ich habe eine Kollegin, deren Eltern auch nichts vom Glauben wissen wollen. Meine Eltern glauben zwar schon irgendwie an Gott, sind leider noch keine Christen. Ich denke, dass gläubige Kinder ein Segen für ihre (vielleicht noch) nicht gläubige Familie sein dürfen. Ich wünsche mir sehr, dass wir zusammen mit unseren Eltern und Geschwistern im Himmel sein dürfen. Lasst uns beten für die Eltern und Geschwister von gläubigen Christen.

    Antworten
    • Lukas
      Lukas says:

      Hi Tom!
      Ich kann deine Situation sehr gut nachempfinden. Ich habe im April durch einen Neustart mit Jesus mein Leben um 180° verändert. Heute gibt es für mich nichts wichtigeres im Leben als die Beziehung zu Gott. Für meine Eltern jedoch wirkt das äußerst fremd und viele Dinge an mir erscheinen ihnen nun fragwürdig. Sie gehen zwar hin und wieder in die Kirche und pflegen dort ihre Tradition, doch im Herzen tragen sie Jesus nicht. Daher können sie es absolut nicht verstehen, dass ich in eine andere Gemeinde gehe, mich dort ausführlich mit meinem Glauben auseinadersetze, in der Organisation von Jugendgottesdiensten engagiert bin und in meiner freien Zeit in der Bibel lese. Häufig konfrontiert meine Mutter mich mit unangenehmen Unterstellungen und vorwurfsvollen Fragen, da ihr diese christliche Lebensart so extrem unverständlich ist. Ich finde es sehr traurig, dass meine Eltern nichts positives an meiner Entscheidung sehen und bete nahezu täglich, endlich Verständnis bei ihnen zu erlangen.

      Entscheidend dafür, mit den Umständen inzwischen besser umgehen zu können, waren die Worte von einem Menschen der mir sehr nahe steht: Bete nicht immer nur dafür, dass du von allen verstanden wirst, sondern dafür, dass Gott dir alles notwendige gibt, um mit der Verständnislosigkeit der anderen umzugehen.
      Denn der Herr kennt dein Herz, deine Sorgen und Sehnsüchte. Alles was du brauchst ist die Weisheit, damit du den richtigen Umgang mit deinen Eltern findest.
      Und außerdem ist es, wie die Redaktion schon geschrieben hat, für deine Eltern noch lange nicht zu spät, ebenfalls zu Jesus zu finden!
      Lieber Tom, bleib stark in deinem Glauben! 😉

      Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreib was! :-)