Neujahrsvorsätze? | Wie wär’s mit einem Wort?

Jedes Jahr dasselbe Spiel: Kurz vor dem ersten Silvesterböller überlegt man sich noch schnell, was man sich denn konkret für das nächste Jahr vornimmt:

* gesünder ernähren?

* mehr Sport treiben?

* regelmäßiger in der Bibel lesen?

* besser in der Schule werden?

* endlich den Schwarm ansprechen?

* …

Diese Liste lässt sich bestimmt ziemlich lang fortführen. Doch mal ehrlich, wie viele der Vorsätze, die in der Nacht zum neuen Jahr gefasst werden, halten tatsächlich bis zum Ende desselbigen? Wer setzt tatsächlich das um, was man er sich vorgenommen hat?

 

Positiv in die Zukunft blicken

Auch Mike Ashcraft, Pastor in Wilmington, North Carolina, hat diese Erfahrung gemacht. Vollkommen frustriert hat er sich dann irgendwann überlegt, dass sich was ändern müsse. Denn, so schreibt er in seinem Buch „Ein Wort – und Gott verändert dein Leben“, die meisten Vorsätze, die wir fassen, sind alle negativ gesprägt und unpräzise. All die oben genannten Vorsätze spiegeln wider, dass wir in (mindestens) einem Bereich unseres Lebens nicht ganz rund laufen, dass es da Optimierungsbedarf gibt. Und so gucken wir nicht auf das, was wir gut können, sondern wir gucken nur auf das, was unter das Stichwort „Makel“ fällt. Und die müssen ja schließlich ausgemerzt werden. Und nicht nur, dass wir uns selbst ganz fies auf unsere Fehler hinweisen, unsere Vorsätze sind auch noch schwammig formuliert. Was heißt denn bitteschön „gesünder ernähren“? Nur noch dreimal in der Woche Pommes essen oder jeden Tag nur noch Obst und Gemüse zu sich nehmen? Und was heißt „in der Schule besser werden?“ Überflieger mit einem Einser-Durchschnitt oder in der nächsten Physikarbeit eine Drei schreiben? Regelmäßiger in der Bibel lesen ist genauso unkonkret. Das kann heißen anstatt viermal im Jahr die Bibel in die Hand zu nehmen, das nun sechsmal zu tun, es kann aber auch bedeuten, dass man sich einmal in der Woche mit jemandem zum Bibellesen verabredet.

 

Ein Wort finden

Mike Ashcraft hat zusammen mit seiner Gemeinde ein ganz neues Konzept entwickelt. Anstatt sich nur auf die eigenen Fehler und die persönlichen Wunschvorstellungen zu konzentrieren, ermutigt er, dass man sich lediglich EIN WORT vornimmt, das einen das kommende Jahr über begleiten soll. Ein einziges Wort. Doch wie findet man so ein Wort? Ascroft schlägt folgende Schritte vor:

1. Sich selbst ganz ehrlich fragen: Was für ein Mensch möchte ich (am Ende des Jahres) gerne sein? Welche Charaktereigenschaften hat so ein Mensch. Dabei können deine Vorbilder, Menschen, über die du etwas gelesen hast oder dein Wunsch diese oder jene Verhaltensweise abzulegen, eine Rolle spielen.

2. Schreibe alle Eigenschaften und mögliche Umschreibungen dazu auf, die dir beim Nachdenken einfallen.

3.  Kürze deine Liste auf zehn Eigenschaften.

4. Beschäftige dich nun mit den zehn Wörtern intensiver. Guck in der Bibel nach, ob die Begriffe dort auftauchen, suche im Wörterbuch nach Erklärungen.

5. Bete: Bitte Gott, dir zu zeigen, was er mit dir im kommenden Jahr vorhat – welches Wort passt da gut rein, was möchte Gott dir im kommenden Jahr zeigen oder beibringen? Wie kannst du Gott im nächsten Jahr dienen – welches Wort passt dazu?

6. Entscheide dich für genau EIN Wort. Wenn du magst, kannst du dein Wort auch mit anderen teilen. Zum Beispiel hier. Oder du postest dein Wort unter diesen Artikel. Mal gucken, was da so für Wörter rauskommen. 🙂

7. Damit du das Wort nicht vergisst und das ganze Jahr über daran erinnert wirst, gestalte es dir nach deinen Vorstellungen: als Bildschirmschoner, Poster für dein Zimmer, schreib es dir in deinen Kalender, kleb es an deinen Spiegel, …. Lass deiner Kreativität freien Lauf.

Wenn du dich nun im neuen Jahr immer mal wieder mit diesem Wort beschäftigst, vielleicht alle Bibelstellen anstreichst, in denen das Wort vorkommt, Lieder, die das Wort enthalten, singst und dich einfach immer wieder neu herausforderst, dich mit diesem Wort zu beschäftigen und es mehr und mehr zu leben, wirst du entdecken, was Gott Spannendes im neuen Jahr mit dir vorhat, wetten?!

 

Mehr zu dem Wort

Geschichten, was Mike Ashcraft und andere schon mit ihren Wörtern erlebt haben, kannst du übrigens – genau wie die Step-by-Step-Erklärung, wie man zu einem Wort kommt – nachlesen in: Mike Ashcraft „Ein Wort – und Gott verändert dein Leben“, erschienen bei SCM R. Brockhaus, € (D) 14,95 / € (A) 15,40 / CHF 22.50. Bestellen kannst du es hier. Da findest du auch eine Leseprobe des Buches. Und eine Rezension zu dem Buch findest du auch in der teensmag 1/15 bei den booknews auf Seite 50.

 

_teensmag-Redakteurin Hella sucht auch noch nach ihrem ganz persönlichen Wort für 2015.

2 Kommentare
  1. Laura
    Laura says:

    Hallo alle zusammen!!! Also erstmals echt Dankeschön für diesen Artikel, ich bin wirklich sehr froh, dass ich über euch von dieser echt coolen Idee gehört habe!!!
    Mein Wort für 2015 ist Frieden. Also erstens, dass ich immer öfter in den Frieden von Jesus auftanke und seine Gegenwart suche.Dann zweitens, dass ich durch dieses einen inneren Frieden finde, dankbar bin und Jesus mehr vertraue und nicht so genervt und unglücklich mit mir selbst bin. Drittens bedeutet mein Wort auch für mich Frieden zu meinem Nächsten, also mit meinen Geschwistern etc., aber auch das ich mich für Frieden einsetzte. Ob in der Schule, im Zug oder z.B für Menschenhandel
    Naja, ich bin jedenfalls gespannt wie das alles so klappt und ich mich vielleicht dadurch ein bisschen verändere!
    Ganz arg liebe Grüße laura

    Antworten

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