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David Cuenca - Starwatch Music
Bahar, in der Adventszeit hast du dich nach eigenen Angaben viel auf Weihnachtsmärkten rumgetrieben. Wie hältst du denn bei leckeren Versuchungen deine Figur in Form?
Bahar: Durch gute Ernährung. Ich koche gerne, ganz kreativ und ohne Kochbuch mit viel Obst und Gemüse. Ich liebe Reis und natürlich Sushi. Und Sport hält mich fit.
Du tanzt Ballett, seitdem du vier Jahre alt bist. Das ist ja nicht gerade der Monrose-Stil. Was hat dich musikalisch geprägt?
Als ich zehn war, schaute ich immer öfter MTV und begann dabei, in Rollen zu schlüpfen und mir vorzustellen, ich wäre ein Star. Zu diesem Zeitpunkt beschloss ich, Gesangsunterricht zu nehmen. Ich wollte unbedingt irgendwann mal berühmt werden. Mit 17 ging ich dann zu Popstars. Aus unserem Sieg entstand die Band Monrose. Durch diese Sache hat sich mein Kindheitstraum erfüllt.
Was gefällt dir an Monrose?
Alles gefällt mir gut! Wir sind seit drei Jahren zusammen, haben vier Alben gemacht und sind somit die erste deutsche Casting-Band, die das geschafft hat. Das ist der Hammer!
Unter Mädels kann es ganz schön krachen – Neid, Eifersucht und Zicken-Alarm. Wie ist das bei euch?
Oh ja, das kennen wir auch. Dabei geht’s weniger um Neid und Eifersucht, sondern mehr um Zicken- Alarm. Durch Popstars sind wir zusammengewürfelt worden und es ist ein Wunder, dass wir in aller Unterschiedlichkeit heute sagen können, dass wir uns lieben gelernt haben.
Was wird es Neues für die Band Monrose geben?
Unser neues Album wird im Frühjahr rauskommen. Geplant sind weitere Singles. Nebenbei lauert auch das ein oder andere Projekt, aber das wird eine Überraschung! Die »10 Gebote« gehören ja auch dazu und die anderen Mädels haben ihre eigenen Projekte.
Bekommst du eigentlich viel Fan-Post?
Sehr viel! Dreißig Briefe und mindestens 300 EMails pro Woche, die ich alle selbst beantworte. Das ist ganz schön anstrengend, aber auch schön. Zu all dem habe ich ja einen Fulltime-Job!
Du bist 21 und wohnst unter anderem in Freiburg. Im Süden Deutschlands ist man oft noch bodenständiger als in anderen deutschen Regionen. Haben Deine Eltern mal gesagt, dass du was Gescheites lernen sollst?
Nein, das haben sie nicht. Sie hatten nie Vorurteile der Musik-Branche gegenüber. Wenn es Monrose nicht geben würde, hätte ich Musik studiert.
Du sagst auf deiner Homepage, dass dir Taekwondo innere Ruhe und Kraft gibt. Glaubst du auch, dass es Gott gibt, der so etwas geben kann?
Ja, es gibt Gott. Er gibt mir auch innere Ruhe und Hoffnung. Ich respektiere aber, dass andere Menschen anders darüber denken. Ich bin weltoffen. Und eigentlich bin ich ja Muslima.
Sind deine Eltern praktizierende Moslems?
Sie glauben an unsere Religion und an Allah, lesen aber nicht den Koran. Uns Kindern haben sie immer alle Kulturen nahegebracht. Wichtig war ihnen, dass wir weltoffen sind.
Die Band Monrose wurde vor einiger Zeit von einem Unbekannten verfolgt ...
Oh ja, Senna wurde vor einem Monat verfolgt, aber zum Glück ist es vorbei.
Hast du auch Angst vor so etwas?
Ja, auf eine gewisse Weise schon, weil man sich im Internet der Öffentlichkeit preisgibt. Ich mache das größtenteils für meine Fans. Für mein Privatleben nutze ich das Telefon. Jugendliche nutzen das Internet oft blind und dann wundert man sich, dass es Stalker gibt ...
Wie gehst du damit um?
Ich denke, ich habe eine gesunde Angst und einen gesunden Respekt vor so etwas. Hochmut ist nie gut. Man darf sich nicht verkrampfen! So was gibt es immer wieder und man muss einfach aufpassen.
Betest du in solchen Situationen?
Ja, auf alle Fälle. Sogar im Taxi oder in der U-Bahn.
Du wirkst in dem Musical »Die 10 Gebote« mit. Wie kam es dazu?
Dieter Falk und Monrose haben sich ja bei Popstars kennengelernt. Dieter erzählte dort von dem Projekt. Er lud mich in sein Studio nach Hause ein und stellte mir die Rolle der Zippora vor. Die Rolle und der Song gefi elen mir so gut, dass ich zum Casting ging. Dort waren noch 50 andere Leute für die Rolle gekommen, aber am Ende wurde ich für die Hauptrolle der Zippora ausgewählt.
Was macht dir besonders Spaß bei der Arbeit an einem Musical?
In eine andere Rolle zu schlüpfen und noch dazu in eine Frau von damals, ist toll. Das ist Neuland und interessant. Ich freue mich, ausländischen Mädchen in Deutschland ein Vorbild zu sein, den eigenen Glauben im Herzen zu tragen und andere im Glauben zu respektieren. In Deutschland seine eigene Religion zu leben und dennoch zusammenzurücken, das ist mir wichtig. Die ausländischen Mädchen sollen sagen: »Bahar ist Türkin und hat geschafft, was sie will«. Deutschland ist multi-kulti, da brauchen wir solche Vorbilder.
Hast du auch in der Bibel gelesen, um dich auf die Rolle noch besser vorbereiten zu können?
Nein, nicht in der Bibel. Ich habe gar keine zu Hause. Aber ich habe manches bei Wikipedia gelesen. Und Mose kannte ich aus dem Religions-Unterricht.
Hat die Rolle etwas in dir und deinem Glaubensleben verändert?
Ich glaube, wenn man dieses Stück so intensiv anschaut, dann geht man mehr darauf ein, als man es sonst tut. Man lebt dann seinen Glauben mehr aus. Ich denke seitdem mehr an den Herrn. Es bringt mich auf den Boden. Die Proben und die CD haben mich wieder näher zu all dem geholt. »Die 10 Gebote « haben mir wieder Richtlinien vor Augen gemalt.
Hast du mit Dieter Falk mal über den christlichen Glauben gesprochen?
Ja, aber nicht extrem viel. Durch die Texte kommt raus, was er denkt. Ich weiß, dass Dieter sehr sehr stark an Gott glaubt. An seinen Söhnen, die auch beim Musical mitspielen, sieht man, wie sie groß geworden sind und miteinander umgehen. Das ist sehr beeindruckend.
Interview_Ines Emptmeyer hat auch sechs Jahre lang Ballett-Unterricht gehabt und wollte Sängerin werden. Wenn sie aber an über 300 Mails wöchentlich denkt, freut sie sich, Erzieherin zu sein.
Quelle:
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Kommentare zu diesem Eintrag: (1 insgesamt)
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dreamwriter hat (um Uhr) geschrieben:
RE: Bahar Kizil: »Gott gibt mir innere Ruhe und Hoffnung«
Ich finde den Artikel gut, auch wenn ich der Überschrift nach gehofft hatte, dass Bahar Christin ist...
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