Um ihren baufälligen Kirchturm zu retten, brauchte die St. Edburgha-Gemeinde 200.000 Pfund (237.000 Euro); an Spenden fehlten ihr noch exakt 56.700 Pfund (67.300 Euro). Kurz bevor Pfarrer Bill Sands die Zwangsschließung der 800 Jahre alten Kirche verkünden wollte, erreichte ihn die E-Mail eines Rechtsanwalts aus Australien. Ein früherer Messdiener hatte der Gemeinde ein Sechstel seines Erbes hinterlassen – genau 56.700 Pfund. Für Küster John Seeley, der die zweijährige Spendensammelaktion geleitet hatte, kann das kein Zufall sein, wie die Londoner Zeitung Times berichtet. Bei dem großzügigen Spender handelt es sich um Roy Gilbert, der in den fünfziger und sechziger Jahren die Edburgha-Gemeinde besuchte und dort unter anderem Dienste als Messdiener versah. Später studierte er Theologie und wurde 1977 zum anglikanischen Priester geweiht. 1982 wanderte er nach Australien aus; dort wurde er Ehrenkanonikus (Domherr) der Kathedrale von Perth. Im Juli starb Gilbert im Alter von 62 Jahren. Für seine alte Gemeinde kam das Erbe direkt vom Himmel. Das Unglaubliche an der Punktlandung sei, dass Gilbert starb, bevor die Gemeindeleitung überhaupt bekannt gegeben hatte, wie viel Geld sie noch zur Rettung des Kirchturms brauchte, so Pfarrer Sands.
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