Working Holidays

Ist dein Taschengeld auch immer so schnell weg? Dabei hat H&M gerade die neue Kollektion auf den Markt gebracht, Linkin Park ihr neues Album oder Puma die coolen neuen Turnschuhe?! Wer nicht immer wieder bei seinen Eltern um Geld betteln will, muss selbst aktiv werden. Wie gut, dass die Sommerferien vor der Tür stehen: Ferienjobs sorgen nicht nur für Aufschwung in der Kasse, sondern geben auch einen guten Einblick in die Arbeitswelt. Doch bevor du dich direkt auf die Suche machst, hier ein paar Fakten, Tipps und Tricks.

 

Wer darf überhaupt jobben?

Das Jugendarbeitsschutzgesetz hat ziemlich genau aufgelistet, ab welchem Alter man welche Tätigkeit machen darf und wie lange man pro Tag arbeiten kann.

# Arbeiten darf, wer mindestens 15 Jahre alt ist. Ausnahme: Teens, die erst 13 Jahre alt sind, dürfen mit Zustimmung der Eltern bis zu zwei Stunden täglich leichte Arbeiten zwischen acht und achtzehn Uhr verrichten: Dazu gehört im Garten mithelfen, Babysitten, Zeitungen austragen und ähnliches.

# Wer 15 Jahre oder älter ist, der darf in den Ferien insgesamt für vier Wochen pro Jahr arbeiten gehen – für die coole Freizeit in den Sommerferien bleibt also noch genügend Zeit. Denn – so sieht es der Jugendschutzbund – Ferien sind zum Erholen da. Deshalb darf eine Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche auch nicht überschritten werden. Reicht ja auch. Der Arbeitszeitraum darf dabei nur zwischen sechs und zwanzig Uhr liegen. Und die Wochenenden sind auch tabu!

# Ausnahme: Wer bereits 16 Jahre alt ist und unbedingt schon immer mal in seiner Lieblings-Bar aushelfen wollte, der darf dies auch bis 22 Uhr tun. Wen eher die Schichtarbeit in der örtlichen Fabrik reizt, sollte drauf achten, dass die Schicht spätestens um 23 Uhr endet – länger darf man nämlich nicht ran ans Band.

 

Was muss man beim Arbeiten beachten?

# Bevor der eigentliche Job beginnt: Arbeitsvertrag verlangen, in dem die Aufgaben, Arbeitszeiten, Pausenzeiten und der Lohn genau festgehalten sind. So erlebst du keine bösen Überraschungen.

# Arbeiten ist nicht alles – deshalb regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz auch die Pausenzeiten: Wer mehr als viereinhalb Stunden am Tag arbeitet, braucht eine Pause von mindestens dreißig Minuten. Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden, soll die Pause eine Stunde betragen. Da lohnt es sich, bei sonnigem Wetter auf jeden Fall die Sonnencreme einzupacken.

# Wer zu Tollpatschigkeiten neigt: Keine Sorge. Die Betriebe müssen euch, während ihr bei ihnen jobbt, auch unfallversichern. Dafür zahlen sie keine Sozialversicherungsbeiträge solange der Monatslohn unter 896 Euro liegt.

 

Wie finde ich einen Job, der zu mir passt?

# Mach dir klar, was du von deinem Ferienjob erwartest: Bei möglichst stupider Arbeit, möglichst viel Geld machen? Deinen Traumjob näher kennenlernen, Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen, dich voll und ganz einbringen? Was bringt dir der mögliche Ferienjob? Bist du wirklich bereit, auch bei Sonnenschein, während deine Freunde im Freibad sind, zu arbeiten? Sei dir im Klaren: Genau wie in der Schule zählen auch beim langweiligsten Ferienjob Engagement, Pünktlichkeit und Disziplin.

# Werd dir über deine Stärken und Schwächen bewusst: Worin bist du wirklich richtig gut? Was liegt dir nicht so sehr? Bist du lieber an der frischen Luft als im Büro? Bist du kommunikativ und gern mit Menschen zusammen? Sortierst du bereitwillig stundenlang Sachen im Lager? Brauchst du kreatives Chaos und große Herausforderungen? Wenn du dich, deine Stärken und Schwächen und deine Erwartungen an deinen Ferienjob gut kennst, findest du schneller einen Job, der zu dir passt.

# Sei realistisch: Du wirst in den Sommerferien kein Millionär werden. Und du wist auch nicht wirklich wissen, wie es ist, vollzeitlich arbeiten zu gehen oder herausgefunden haben, was du später einmal dein Leben lang machen willst. Das ist okay. Du willst die Arbeitswelt ja auch erst einmal nur kennenlernen, dir ein bisschen was dazu verdienen und neue Erfahrungen sammeln. Ferienjobs bieten da verschiedene Möglichkeiten: vom schlichten Taschengeld aufbessern durchs Putzen übers Arbeitsatmosphäre schnuppern als Praktikantin in einem Büro bis hin zur Aushilfskraft, die neue Fähigkeiten an sich entdeckt.

 

Ran an den Job

Wenn du ein klareres Bild davon bekommen hast, was genau du machen willst, kann die Jobsuche losgehen.

# Fang rechtzeitig an zu suchen. Am Tag der Zeugnisvergabe werden die meisten Jobs schon weg sein.

# Frag deine Eltern, Bekannte, Leute aus der Gemeinde oder in der Nachbarschaft, ob sie dir einen Job in ihrer Firma vermitteln können oder eine Idee haben, wo gerade in der Ferienzeit Aushilfskräfte gesucht werden.

# Bereite eine kleine Bewerbungsmappe vor: Anschreiben, warum du gerne in den Ferien jobben willst, Lebenslauf samt Foto, das letzte Zeugnis und eventuell noch eine Erlaubnis deiner Eltern oder eine kleine Referenz, was du schon gemacht hast.

# Frag (mit Bewerbungsmappe im Rucksack) direkt nach: in der Bäckerei, im Supermarkt, an der Zoo-Kasse oder im Eiscafé und Blumenladen um die Ecke.

# Mach in deiner Gemeinde oder im Supermarkt einen Aushang und biete Einkaufsdienste, Babysitten, Gartenhilfe oder Reparaturdienste an.

# Mach dich schlau im Netz oder beim Arbeitsamt deiner Stadt.

 

_Hella hat in ihren Ferien mal in einer Apotheke geputzt, in einer Pommesbude gejobbt, Flyer geknickt und in einer Eventagentur reingeschnuppert.

 

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Mehr im Web

# Infos rund um Jobs für Schüler//

dgb-jugend.de/schule/schuelerjobs

schulministerium.nrw.de/BP/Schueler/_Rubriken/Service/Ferienjobs/  

test.de/Schueler-und-Ferienjobs-Ohne-Moos-nix-los-1256899-0/

nebenjob.de/ratgeber_nebenjobs/ratgeber1_4.html

# Hier findest du einen Job, der zu dir passt//

ferienjobs4you.de/tipps/studentenjobs-schuelerjobs-ferienjobs.php

schuelerjobs.de

1 Antwort
  1. Mirjam
    Mirjam says:

    Supergute Anregungen, danke! 🙂
    Was ich diese Ferien mache: Es gibt ein Kinderferienprogramm(LILALU), das in verschiedenen Städten mit Kiddies Zirkus macht. Voll die gute Sache! Und ab 16 kann man hier als Ferienbetreuer mitarbeiten-mit 175 € pro 7 Tage vielleicht nicht lohnendste Einnahmequelle, aber die Erfahrung, denke ich, auf jeden Fall wert. ^-^

    Antworten

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