Christus in mir

Christus in mir und ich in Christus.

Und ich in Christus?

Ist das überhaupt möglich oder überhaupt wichtig?

Gott hat uns doch als eigenständige Menschen geschaffen.

Geschaffen, dass wir eigene Sachen machen,

dass wir selber weinen und selber lachen.

Und jetzt soll ich jemandem folgen?

Und einfach so vertrauen?

Jemandem, den ich nicht sehe,

viel zu oft einfach nicht verstehe.

Und der soll in mir wohnen

und für mich soll sich lohnen,

dass ihm mein Herzenshaus offen steht,

er einfach ein und aus geht?

Doch das kann ich nicht glauben

und einfach nicht so hinnehmen.

Ich will nicht ganz vertrauen

und mich tatenlos zurücklehnen.

Ich möchte nicht mein Leben abgeben

Nicht all meine Wünsche und all mein Streben.

Die Fäden will ich selbst in der Hand haben

In meiner Welt hab ich das Sagen!

Aber … Das kann doch so nicht stimmen.

Hab ich nicht gesagt, Gott sollte bestimmen?

Hab ich nicht gesagt, Er hat mich geschaffen?

Von ihm kommt meine Sehnsucht, mein Weinen, mein Lachen.

Doch wie ist das vereinbar?

Ich so schlecht und er so wunderbar.

Er, der Schöpfer von Himmel und Erde,

möchte, dass ich mehr so wie er werde.

Nein! Das kann ich einfach nicht schaffen.

Ich kann noch nicht mal selber Feuer machen!

Wie soll ich dann zum Schöpfer werden

Vollbringen, dass Menschen und Tiere sich vermehren ?

Dass bei einem Wort das Licht erscheint,

das Wasser sich vom Ufer teilt,

die Stimme von Vögeln so schön erklingt,

die ganze Schöpfung zu mir singt.

Langsam fange ich an zu begreifen.

Das ist gar nicht, was Gott für mich meinte.

So kann ich gar nicht aus eigener Kraft werden.

Ich kann ja nicht mal selber sterben.

Meine Fäden hat Gott alleine in der Hand

Er hält mich am Boden, in Stand.

Ich muss mich nicht bemühen, perfekt zu sein

Gott wäscht mich von Sünden rein.

Ja, perfekt, das ist nur Gott allein.

Es ist also ein riesen Geschenk,

das Gott mir in Christus entgegenbringt.

Dass er selber in mir wohnen will,

mich zu einem guten Menschen macht, heimlich und still.

Dass ich in seinen Augen heilig bin,

weil ich ihm vertrau‘, weil ich in ihm bin.

Mit Jesus wird alles viel leichter

und mein Leben bekommt plötzlich Sinn.

Christus in mir ist keine belastende Pflicht.

Nein, er ist meine neue Sicht!

Auf mich, auf die Welt, auf Gott und was zählt,

ist, dass ich frei nun bin

von allen Gesetzen, von Sünde, Gewinn,

Verlust und Verdruss, von jeglichem Muss.

In Ihm bin ich ehrlich, heilig, gerecht

In Ihm nicht länger der Sünde Knecht.

Meine Sorgen kann ich auf ihn werfen,

die Granaten in meinem Kopf entschärfen.

Und bei all dem vielen »Christus in mir«

bin trotzdem immer noch ich hier.

Mit einer Aufgabe von Gott gegeben,

nach der es sich lohnt, im Leben zu streben.

Ich muss mich nicht zurücklehnen

und alles hinlegen.

Mit Christus in mir kann ich sogar noch viel mehr geben.

Ich kann meine Aufgabe auf Erden erfüllen

und mein von Gott gewolltes Ich enthüllen.

Christus in mir und ich in Christus?

Ja, es ist möglich

und ja, es ist wichtig!

geslammt_Carla