»Ist mir durch den Glauben an Jesus vollständig vergeben?«

Enno // »Ist mir durch den Glauben an Jesus nicht schon vollständig vergeben?«

Die Bibel ist sehr klar darin, dass wir Menschen nur dadurch gerettet werden können, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Gott, der Vater, hat die Schuld aller Menschen auf seinen Sohn gelegt und Jesus hat die Strafe dafür stellvertretend ertragen. Es gibt viele Bibelstellen, die darüber sprechen. Ich mag zum Beispiel 2. Korinther 5,21: »Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.« Vielleicht kennst du auch die Bibelstelle aus Jesaja 53, in der der Prophet Jesaja schon ankündigt, dass Gott jemanden senden wird, der die Strafe für die Sünden aller Menschen tragen wird. Jesaja 53,5 fasst das gut zusammen: »Doch wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt!« Wenn dich das noch mehr interessiert, kannst du dir auch diese Verse mal anschauen: Römer 3,23-24; Römer 6,23 oder auch Epheser 2,8-9. In diesen Bibelstellen wird sehr klar, dass es Gott selbst ist, der etwas ganz Entscheidendes getan hat, um uns zu retten, und dass es auf ihn ankommt und nicht auf uns. Wir werden von ihm gerettet und können uns das nicht selbst verdienen.

Ehrliche Beziehung

Wenn wir das verstanden haben und Jesus im Gebet gesagt haben, dass wir das für uns in Anspruch nehmen möchten und an ihn glauben, dann sind wir ein für alle Mal gerettet. Dann hat Gott uns alle Sünden vergeben, die wir jemals getan haben – und auch die Sünden, die wir in Zukunft noch tun. Ich glaube, wenn wir im Alltag bemerken, dass wir sündigen, dann möchte Gott, dass wir ihm das sagen und um Vergebung bitten, damit wir in einer liebevollen, ehrlichen Beziehung mit ihm und auch mit den Menschen in unserem Umfeld leben können. Es geht dann nicht mehr darum, jedes Mal neu gerettet zu werden – denn das sind wir bereits. Es geht darum, so ehrlich mit Gott zu sprechen, dass wir im Hier und Jetzt eine lebendige, authentische Beziehung mit ihm führen können und dabei jeden Lebensbereich mit ihm teilen können. Wir brauchen nichts vor ihm zu verstecken, weil er sowieso alles kennt und uns schon alles vergeben hat – also können wir mit ihm auch über unsere Fehler reden, ohne Angst zu haben. Und das kann sehr erleichternd und befreiend sein! Denn wir müssen mit keiner Situation in unserem Leben allein fertigwerden – auch nicht mit denen, in denen wir uns doof verhalten haben. Gleichzeitig kann Gott uns mit der Zeit dadurch verändern. Wir werden aufmerksamer dafür, wie wir mit Gott und mit anderen Menschen umgehen, und Gott kann uns dabei helfen, mit der Zeit zum Beispiel freundlicher oder geduldiger zu werden.

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