Er schuf

Was sind wir schon?

Wie ein Staubkorn

klein und unbeständig.

Wie ein winziger Tropfen

im großen Ozean

zwischen Millionen

und Abermillionen anderer.

Ein kleiner Wassertropfen,

nicht zu gebrauchen.

Die Welt dreht sich auch ohne uns weiter

und nicht um uns herum.

Wir sind nichts.

Wir sind unwichtig.

Wen kümmert es schon,

wenn dem riesigen Meer

ein einziger Tropfen fehlt?

Es ist egal,

denn ein Tropfen

ist noch kein Regen,

bildet keine Pfütze

erst recht keinen See.

Ist verzichtbar.

Wir sind winzige Kreaturen

und maßen uns an,

wir könnten diese Welt besitzen,

sie unter unseren Füßen zertreten,

wenn sie nicht auf uns hört.

Wir wären die Könige

und nichts kann uns stoppen.

Wir allein regieren

und sind unbesiegbar,

doch es muss

nur eine Welle kommen,

uns gegen den Felsen schmettern,

und wir vergehen

wie Sand, der vom Wind verweht wird.

Ein Buch

vom Feuer verzehrt

und zerfallen zu Asche.

Asche zu Asche

und Staub zu Staub,

dem Erdboden wieder gleich gemacht.

Wie können wir glauben,

uns könnten die Berge gehören

und wir könnten die mächtigen Flüsse besiegen,

wenn doch nur ein Steinschlag

uns zu Fall bringt

und Wassermassen

uns verschlucken?

Wir sind vergänglich

wie eine Blume.

Gras,

das von der gütigen Sonne

erbarmungslos verbrannt wird.

Keine Wolke am Himmel,

die uns bewahren könnte.

Gras, das von Menschen zertreten wird,

bis es sich eines Tages

nicht mehr aufrichten kann

und es vergeht.

Doch es ist nicht wichtig.

Genug andere Grashalme

füllen die Erde

und machen sie grün.

Wir sind unwichtig,

verzichtbar,

auswechsel-

und ausrangierbar.

Und wie können wir nur glauben,

uns könnte diese Welt gehören,

wo wir doch nicht einmal

einander die Hände reichen können,

um uns gegenseitig aufzuhelfen?

Wer wäre Gott,

wenn er uns kleine Geschöpfe

brauchen würde,

um diese Welt zu regieren?

Nein.

Er braucht uns nicht,

weil er uns will,

weil wir Ihm wichtig sind

und nicht egal.

Jeder einzelne von uns,

egal, was er kann

und was er alles nicht kann.

Wir sind nicht nichts,

gehören alle dazu,

sind alle einzigartig

und die Krone der Schöpfung.

Wie kannst du glauben,

dass alles Zufall ist,

aus einem winzigen Staubkorn entstanden?

Hörst du denn nicht,

wie sein Atem über den Himmel fegt

und die Wolken formt und bewegt?

Sei still,

halte deinen Atem an

und höre sein Flüstern

im leisen Rauschen der Bäume,

wie er zu dir spricht

und dir alles zeigen will,

was er für dich geschaffen hat.

Siehst du denn nicht,

wie er mit seiner Kraft

das Wasser der Meere zu Wellen auftürmt

und den Sturm wieder stillt;

die Sonne scheinen lässt

und die Möwen sanft auf dem riesigen Ozean wiegt?

Wie kannst du nur

deine Ohren verschließen,

deine Hände darauf pressen

und die Augen zusammenkneifen?

Nur, um nicht an den liebenden Gott zu glauben,

der auch dich

tagtäglich in seinen Händen hält

und nur das Beste für dich will,

weil er dich geschaffen hat.

geslammt_Katharina