Promise of the Lord – »Musik geht direkt rein«

Ein Künstler, der das Leben, die Musik und Jesus liebt, der Pop und Rap verbindet und offen über Themen wie Depressionen, Zweifel und Liebe spricht: Promise of the Lord

Teensmag: Wer steckt hinter »Promise«?

Promise: Ich liebe die Nische der christlichen deutschen Popmusik. Ich studiere dual Marketing und digitale Medien, wohne in Dortmund und arbeite für den Sneaker-Store »Prinz Sportlich«. Meine Tante hat mich mal »Promise of the Lord« genannt. Seitdem ist es mein Künstlername.

Was macht dich aus?

Musik ist mein Fokus. Aber auch Social Media. Ich hab von Gott erfahren, dass das meine Gabe ist und das will ich nutzen.

Was bedeutet dir Musik?

Musik geht direkt rein. Ich fühle das, ob ich die Sprache spreche oder nicht. Ich reflektiere viel, um einen Song zu produzieren. Es macht Spaß und ist eine kleine Therapie-Session. Ich mach den Song für andere, aber auch für mich.

Wie entsteht ein Song bei dir?

Ich komme auf eine Hook, einen Refrain und habe eine Grundstruktur. Ich nehm mir das als Voicemail auf, dann arbeitet das in mir im Alltag und nach und nach kommt etwas Neues dazu. Manchmal startet alles mit nur einem Wort. Das summe ich dann und fülle es mit weiteren Worten auf.

Gibt es einen Song, der besonders für dich ist?

»Wenn ich dich hab« war besonders. Eigentlich hätte sich der Song anders anhören sollen. Aber das, was dabei rausgekommen ist, war special. Die Stimmung im Studio mit meinem Producer Fred war wie beim Gemeinsam-vorm-Lagerfeuer- Sitzen. Er versteht meine Vision und ich bin so dankbar für ihn.

Um was geht’s in diesem Song?

Ich mag Real Talk. »Ich habe wahre Liebe nie gespürt« – »Doch durch dich seh’ ich die Welt mit andern Augen«. Es ist ein absolut befreiendes Gefühl, Gott zu finden. Sein zu können wie ein kleines Kind. Mir ist alles andere egal, weil ich einen Versorger habe.

Welche Mission hast du mit deiner Musik?

Ich will Hoffnung geben. Im Einklang mit dem Glauben. Ich versuche auf unterschiedlichen Wegen durch meine Kunst zu zeigen, wie Gott ist. Viele von meinen Hörern sind bislang nicht gläubig. Sie schreiben mir aber, dass meine Texte sie voll berühren. Es sind zunächst die Alltagsprobleme, die verbinden.

Wie findest du zur Ruhe im ganzen Trubel?

Musik ist auch privat mein Rückzugsort. Das ist nicht anstrengend für mich. Musik ist Anbetung. Nach der Promo-Phase eines Songs mach ich jedoch eine bewusste Pause. Denn dann ist meine soziale Batterie leer. Ich brauch dann Ruhe und Bibellesen.

Wie schenkst du durch Musik neue Perspektiven?

Meine Musik ist Konfrontation. Konfrontation mit dem eigenen Leben. In meinen Songs versuche ich, Gottes Perspektive einzunehmen. Ich versuche zu beleuchten, was Gott zu Menschen sagt. Wie im Song »Jesus«: »Ich lass dich niemals hängen. Ich glaub’ an dich. Ich wart’ hier auf dich.«

Dein Tipp, wenn Angst aufkommt?

Ich habe einige Struggles erlebt und musste Demut vor Gott lernen. Mir hat es geholfen zu beten, offen zu Jesus zu sprechen. Der Heilige Geist ist auch in anderen Menschen. Rede offen über deine Probleme. Such dir in dunklen Phasen einen Freund oder Bekannten, der Jesus auch kennt.

Wer ist Jesus für dich persönlich?

Mein bester Freund und Wegweiser. Mein Halt.

Interview_Antje Bockhacker