»Es fühlt sich egoistisch an.«

Johanna, 14// Meine beste Freundin kennt Jesus nicht. Es tut mir gut, dafür zu beten, dass sie zu ihm findet. Aber gleichzeitig fühlt es sich egoistisch an, denn ich möchte doch, dass alle Jesus kennenlernen.

Du erwartest wirklich etwas von Gott und die Menschen liegen dir sehr am Herzen, das finde ich stark. Was dich antreibt, für deine Freundin zu beten, ist kein Egoismus, sondern Liebe. Dass du nicht für alle betest, die es gibt und die du gar nicht richtig kennst, sondern für die, mit denen du heute konkret zu tun hast – das ist der Spielraum, den du hast, wenn Gott dir zuspricht: Geh hin und baue meine Welt mit. Wenn du also für deine Freundin betest, dann übst du Nächstenliebe. Jesus sieht dich aus ihren Augen an. Was du ihr tust, das tust du auch ihm. Was dich antreibt, für alle zu beten und nicht nur für deine Freundin, ist auch die Liebe. Du kannst zum Beispiel dein konkretes Gebet abschließen mit: »Ebenso bitte ich dich für alle Menschen, dass sie erfahren, was für ein wunderbarer Gott du bist.« Ich bete dann gerne dazu: »Und zeige mir, was ich dafür tun kann.« Ich kann mir vorstellen, dass das persönliche Gebet für deine Freundin dir guttut, weil du spürst, dass du in dem Moment an Gottes neuer Welt mitbaust.

help!_Marco Wolff ist Lehrer, liebt Mountainbiking und leitet die Theatergruppe seiner Kirchengemeinde.